Facebook kommerziell nutzen

Lohnt sich Facebook noch fuer Unternehmen?

Kaum einer nutzt das blaue Netzwerk nicht – Facebook ist allgegenwärtig. Allein auf meinem Weg morgens zur Arbeit hat mindestens jeder zweite in der U-Bahn sein Smartphone in der Hand und nicht selten dauerhaft die Facebook App geöffnet. Da wundert es natürlich nicht, dass gerade dieses soziale Netzwerk ungebrochen auch bei den Unternehmen so stark nachgefragt ist. Mit keinem anderen Medium kann man derzeit seine Zielgruppe so exakt ansprechen und bewerben. Neben dem klassischen Advertising ist nur die Frage: lohnt sich eine Fan-Page für Unternehmen?

Facebook kommerziell nutzen

Facebook News-Stream stark gefiltert

Durchschnittlich hat jeder Facebook-User 342 Freunde in seiner Kontaktliste, so ermittelte es die die WolframAlpha Studie, von der netzwelt.de berichtete. Wenn man sich nun einmal überlegt, wie viele Posts und Statusänderungen jeden Tag geschrieben werden, ist das nicht nur technisch gesehen eine unglaubliche Flut an Daten, sondern eben auch auf quantitativer Ebene. Der Facebook-Newsstream, also die Meldungen, die sich hinter dem kleinen Weltkugel-Icon oben links verbergen, bildet die “wichtigsten” Informationen ab. Aber wer entscheidet was wichtig ist? Facebook natürlich – und das fast ausschließlich automatisiert durch Algorithmen.

Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus?

Der sogenannte “EdgeRank” ist ein Automatismus, den Facebook nutzt, um Informationen für die User zu filtern. Bei der Flut an Änderungen die sich im Sekundentakt durch die eigene Kontaktliste und Fanpages ergeben, ist ein Filter-Mechanismus auch durchaus sinnvoll. Die Krugs an der Sache: man hat kaum Einfluss darauf. Grundsätzlich aber gilt: umso aktiver man  auf einer bestimmten Seite ist (Pinnwand von Freunden oder Fanpage) desto wahrscheinlicher werden News von diesen Seiten auch im eigenen Stream angezeigt. Als privater User ist schnell mal irgendein Post geschrieben; der muss nicht sinnvoll sein, nachhaltig oder gar Image-relevant. Bei kommerziellen Fanpages sieht das schon ganz anders aus. Jeder Post sollte wohl überlegt platziert sein. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie (bzw. ihre Mitarbeiter) viel Zeit investieren müssen.

Fanpages nicht mehr so attraktiv

Viele Fans sind kein Garant mehr für eine hohe Reichweite. Nur ein Bruchteil der eigenen Fans sieht überhaupt, wenn etwas auf der Pinnwand gepostet wird – da kann man aktiv sein wie man möchte. Das hat einen einfachen Grund: seit dem Börsengang von Facebook muss das Unternehmen noch mehr auf Gewinn ausgerichtet sein als vorher. Das soziale Netzwerk braucht also neben dem sehr erfolgreichen Advertising weitere Einnahmequellen. Die “sponsored Posts” waren da nur eine Frage der Zeit. Abhängig von der Anzahl der Fans der eigenen Seite, kann man einen gewissen Betrag bezahlen, um garantiert in den Newsstream der eigenen Fans (und auf Wunsch auch deren Freunde) zu gelangen. Je nach Fananzahl kann dieser Betrag aber schnell weit über 1000 Euro erreichen, um garantiert von allen User gesehen zu werden – und das bei nur einem einzigen Post.

Social Visibility – und es lohnt sich doch

Das klassische Advertising lohnt sich nach wie vor. Zwar sind die Gebote für die Anzeigen (auf CPC Basis) ähnlich wie bei Google deutlich teurer geworden, jedoch ist diese Art der Werbung immer noch sehr effektiv. Ein Fanpage aufzubauen und am Leben zu halten ist deutlich schwerer geworden und braucht ebenfalls Geld und viel Zeit. Jedoch bewertet auch Google mittlerweile die Aktivität der Unternehmen, die in sozialen Netzwerken unterwegs sind. Das Stichwort hier lautet “Social Visibility” und ist in Sachen Suchmaschinenoptimierung noch relativ neu. Desto mehr Likes also ein Unternehmen bspw. auf Facebook generiert, desto besser ist die Wahrscheinlichkeit einen positiven Ranking-Einfluss bei den Google-Serps zu erhalten. In welchem Umfang und wie genau, bleibt (wie immer bei Google) unklar. Fakt aber ist, das Facebook kein geschlossenes Buch mehr für Google ist und Unternehmen die hier aktiv sind werden in Zukunft einen Vorteil bei den Suchergebnissen haben.

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