Tiefenunschärfe mit Iris-Weichzeichnung bei Photoshop CS6

Photoshop CS6 Iris-Weichzeichner im Test

Tiefenunschaerfe mit Photoshop

neue Funktion in Photoshop CS6 - Iris Weichzeichnung

Wer kennt das nicht: auf dem Display der Spiegelreflex sieht das geschossene Foto noch gut aus. Später am Rechner wirkt es irgendwie zu überladen oder langweilig. Meistens hat das einen bestimmt Grund: die Tiefenunschärfe fehlt. Gemeint ist damit, dass ein bestimmtes Motiv im Vordergrund scharf und der Hintergrund verschwommen ist. Mit einer guten Kamera kann man das beispielsweise damit erreichen, dass man sich weit vom Objekt entfernt und mit einer maximalen Brennweite (z.B. 105mm) fotografiert. Das Bild wirkt dadurch spannend, weil es einen klaren Fokus auf dem Objekt hat und den Blick des Betrachters lenkt. Das Problem: manchmal klappt das nicht so, wie man will. An dieser Stelle kommt Photoshop zum Einsatz.

Mit Photoshop CS6 Hintergrund unscharf zeichnen

Ab der neuesten Version von Adobe Photoshop kann man nun mit nur wenigen Mausklicks einem Bild mehr Tiefenunschärfe hinzufügen. Dank der neuen Iris-Weichzeichnung in Photoshop CS6 gelingt dies schnell, einfach und in nur wenigen Sekunden. Der Clou: über das Foto werden zwei Auswahlkreise gelegt, mit denen sich der äußere und innere Radius des Effekts mittels Ziehen genau steuern lässt. Ebenfalls schön: mit einer Kreisskala lässt sich die Stärke der Weichzeichnung kinderleicht einstellen.

Nachteil der CS6-Iris-Weichzeichnung

Bei komplexen Objekten, z.B. Personen oder Tieren, klappt das Ganze nur auf den ersten Blick sehr gut. Das Problem: mit der Iris-Weichzeichnung lassen sich eben nur „Kreise ziehen“. Man wählt damit zwangsläufig auch einen Teil des Hintergrunds aus, der dann ebenso wie der Vordergrund, scharfgezeichnet ist. Das sieht beim genaueren Hinsehen etwas unrealistisch aus, fällt aber eigentlich nur den Profis auf. Grundsätzlich ist diese neue Funktion in Photoshop CS6 wirklich super; gerade dann, wenn es schnell gehen muss.

Alternative zur Photoshop CS6 Funktion

Eine andere Möglichkeit wäre, die Tiefenunschärfe manuell „einzubauen“. Das setzt ein wenig Geschick und Kenntnisse mit den Werkzeugen in Photoshop voraus. Entweder man nutzt dazu das Weichzeichnung-Werkzeug (was aber nur bedingt gut funktioniert). Oder man arbeitet sich mit verschiedenen Maskierungen und dem Gaußschen Weichzeichner schrittweise bis ans Ziel. Das ist zwar etwas mühsam und kann schnell zeitintensiv werden, aber das Ergebnis kann sich in der Regel sehen lassen. Das Beste jedoch ist, man erreicht eine natürliche Tiefenunschärfe durch die richtige Fototechnik und Kamera.