Public Speaking 2018-08-06T00:05:29+00:00

Public Speaking

Vor anderen Menschen eine Rede zu halten ist viele eine der größten Herausforderungen und schwersten Aufgaben, die man überhaupt haben kann. Das sogenannte „Public Speaking“ ist aber etwas, dass man durch Übung auf ein ziemlich hohes Niveau bringen kann und vor allem ist es etwas, vor dem man keine Angst haben muss. Ganz im Gegenteil: Der Applaus und die Begeisterung des Publikums nach einem Vortrag ist für mich persönlich eine der schönsten Bestätigungen überhaupt.

Definition „Public Speaking“

Öffentliches Reden (im Englischen „Public Speaking“) ist der Prozess oder Akt, eine Rede / einen Vortrag vor einem Live-Publikum zu halten. Diese Art der Rede wird oft mit drei allgemeinen Zielen strukturiert: informieren, überzeugen und unterhalten. Öffentliches Reden wird gemeinhin als formelles, persönliches Sprechen einer einzelnen Person zu einer Gruppe von Zuhörern verstanden. Das öffentliche Reden kann durch unterschiedliche Regeln und Strukturen geordnet werden. Während ein wissenschaftlicher Vortrag einem genauen Ablauf folgt, kann ein fachlicher Vortrag auch einmal völlig unkonventionell dargeboten werden. Es hängt beim Public Speaking immer davon ab, vor wie vielen und wem genau man seine Rede hält.

Was ist ein „Speaker“?

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Aus dem Begriff „Public Speaking“ wird dann auch die Bezeichnung „Speaker“ abgeleitet. Die deutsche Übersetzung dafür lautet schlicht „Redner“ oder „Referent“. Auf immer mehr Konferenzen und Tagungen auch hinsichtlich internationaler Auftritte und Inhalte werden die Vortragenden fast überall nur noch als Speaker bezeichnet. Bei Workshops, Trainings und Seminaren sind es dann sprachgebräuchlich dann eher die „…-Leiter“, also z.B. Workshop-Leiter, denn anders als bei einem Konferenz-Vortrag sind solche Veranstaltungen eher tagesfüllend und wesentlich interaktiver. Deswegen „leitet“ man auch eher durch einen Workshop, als das man eine Rede hält. In beiden Fällen würde auch der Begriff „Referent“ gut passen, was im Prinzip nur ein Synonym von Speaker, Referent oder Redner ist.

Was ist ein „Lineup“?

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Speziell auf größeren Konferenzen liest man oft den Begriff „Lineup“ oder „Line-Up“. Aus dem Englischen übersetzt ist das nichts anderes als die Aufstellung der Speaker / Referenten, also die Besetzung einer Konferenz oder eines Kongresses. Gehört man zu den auserwählten Speakern eines Events, steht man auf dem Lineup. Oft wird das Lineup mit Auszügen aus dem Programm veröffentlicht, sprich neben dem Referenten ist dann bspw. der Titel seines Vortrags zu lesen. Eine besondere Position im Lineup ist die Keynote, also der erste Vortrage, die erste Rede auf einer Konferenz. Keynote-Speaker müssen nicht nur fachlich, sondern auch emotional auf eine Kongress oder eine Konferenz einstimmen. Für viele Referenten ist es daher eine besondere Ehre, im Lineup eine Keynote zu halten.

Tipps zum Public Speaking – Wie halte ich eine gute öffentliche Rede?

Um eine gute Rede zu halten, kommt es vor allem auf drei Sachen an: Empathie, Selbstbewusstsein und Inhalt. Wer sich auf seine Zuhörer gut einstellen, sicher präsentieren sowie unterhalten und auch mehrwertige Inhalte verständlich darbieten kann, den bezeichnet man langläufig als einen Top-Speaker. Diese praktischen Tipps sollen dir dabei helfen, wie du deine Speaker-Qualitäten verbessern kannst.

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Den Vortrag gut vorbereiten

Jeder gute Vortrag beginnt lange davor – und zwar dann, wenn du ihn vorbereitest. Damit ist allerdings nicht gemeint, möglichst viele PowerPoint-Folien mit zahlreichen bunten Bildern, Diagrammen und Stichpunkten zu erstellen. Die Vorbereitung eines Vortrags beginnt bereits mit der Überlegung, wer im Publikum sitzt. Im Marketing ist dies klassisch auch die Zielgruppe und das gilt auch für jede öffentliche Rede, jeden Workshop und jeden Konferenzvortrag. Das Thema kann sogar im weitesten Sinne gleich bleiben – wie man die Inhalte allerdings erklärt und präsentiert sollte jedes Mal individuell sein. Bei Konferenzen sollte man im Zuge der Vorbereitung die Veranstalter fragen, welche und wie viele Teilnehmer zum eigenen Vortrag erwartet werden. Vor wenigen Menschen kann man anders agieren, als vor ein paar hundert. Welche Ansprache ist angemessen? Wie fachlich oder oberflächlich sollten die Inhalte des Vortrags präsentiert werden? Gibt es eine Fragerunde am Ende? Wie groß ist der Raum? Können auch Videos mit Ton abgespielt werden? All diese und noch weitere Fragen helfen bei einer guten Vorbereitung der Rede weiter.

Rede vor dem Spiegel üben

Es ist kein Geheimnis, dass man vor dem Spiegel seine rhetorischen Fähigkeiten verbessern und sogar die Redeangst stückweise reduzieren kann. Allerdings nutzen diese Möglichkeit nach meiner Erfahrung die wenigsten Referenten. Indem man seine Rede vor dem Spiegel übt, bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie man selbst auf das Publikum wirkt. Mimik und Gestik sieht gespiegelt eben doch ganz anders aus, als aus der Ego-Perspektive. Es wird sich die ersten Male noch fremd anfühlen, das eigene Antlitz beim Sprechen zuzusehen. Die Übung vor dem Spiegel hat aber gleich zwei Vorteile: Einerseits lässt sich Mimik sowie Gestik optimieren und andererseits lernt man das freie Sprechen. Während man sich im Spiegel selbst in die Augen schaut, kann man schlecht dabei permanent auf seine Notizen oder die Präsentation schauen, bzw. man merkt, wie das ständige Wegschauen nerven kann. Genau so nimmt es auch das Publikum war. Daher sollte man seine Rede am besten auswendig kennen. Längere Workshops sind davon natürlich ausgenommen.

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Vortrag vor der Kamera üben

Als nächsten, bzw. ergänzenden Übungsschritt, kann man seine Rede einmal vor der Kamera üben. Dazu braucht es kein High-Tech-Equipment. Es eignet sich dafür auch ein normales Smartphone mit einem kleinen Stativ. Mein Tipp: Nutze möglichst ein kleines externes Ansteckmikrofon und stelle die Kamera 2 bis 3 Meter von dir entfernt auf. Während man vor Spiegel noch recht dicht steht, bekommt man mit der Videoaufnahme des eigenen Vortrags nochmal einen besseren Blick, für die gesamte Körperhaltung. Durch das Ansteckmikro bekommst du ebenfalls nochmal einen guten Eindruck davon, wie deine Stimme klingt und was hier vielleicht noch zu verbessern ist. Bedenke aber, dass gerade vor großem Publikum immer ein Mikrofon eingesetzt wird, das die Stimme live über die Lautsprecheranlage wiedergibt. Die eigene Stimme hört man plötzlich ganz anders und das kann anfangs irritierend wirken. Wenn man seinen Vortrag mit einer Kamera aufnimmt und sich dabei später selbst zuhört, fällt es leichter, sich selbst über die Lautsprecher zu hören.

Öffentliche Rede vor kleinem Publikum üben

Aller Anfang ist schwer und so ist es auch im Public Speaking. Wer nicht gerade als Entertainer geboren wurde, der wird vor seiner ersten öffentlichen Rede eine gewisse Nervosität verspüren. Auch wenn man es nicht gleich mit einer ausgesprochenen Redeangst zu tun haben muss, so kann die Aufregung vor dem Vortrag doch lähmend wirken. Die Übung vor dem Spiegel und der Kamera helfen zwar grundsätzlich, ersetzen jedoch nicht das echte Publikum. Beginne nun also deine ersten Vorträge vor kleinem Publikum zu halten. 5 bis 10 Personen bekommt man schnell zusammen und kann hier einmal freisprechen üben. Steigere dich langsam auf immer mehr Zuhörer. Fachvorträge kann man durchaus immer wieder mal von 20 bis 30 Menschen auch ohne Mikro halten. Bevor es dann auf die ganz große Bühne geht, teste deine Fähigkeiten einmal vor einem mittleren Publikum von 70 bis 120 Personen, denn hier wird in der Regel schon ein Mikrofon notwendig. Bedenke dabei: Desto größer der Raum, desto stärker verändert sich die Akustik und damit auch deine Stimme und umso mehr Augenpaare schauen dir beim Public Speaking zu.

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Public Speaking Tipp: Sport, Ernährung, Schlaf

Eine gewisse Aufregung vor der Rede ist völlig normal – Lampenfieber gehört auch bei routinierten Speaker dazu. Man kann aber seine Nervosität deutlich reduzieren, wenn man sich auch physisch auf einen Vortrag vorbereitet. Nach meiner Erfahrung macht die Kombination aus gezieltem Sport, der richtigen Ernährung und ausreichend Schlaf schon 50% der Vortragsvorbereitung aus. Durch das Auspowern beim Sport fühlt man sich fitter, zuckerarme aber eiweiß- und kohlenhydratreiche Nahrung sorgt für gesunde Energie und ausreichend Schlaf am Vorabend für entspannte Nerven. All das brauchst du, wenn auf der Bühne stehst. Allein 30 Minuten Vortragslänge können enorm anstrengend sein. Wer am Abend vorher noch schnell seine Präsentation baut, feiern geht und morgens besonders viel zuckerreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, wird dies bei seinem Vortrag spüren. Man kann seine Rede und die Präsentation noch so gut vorbereitet haben – die physische und damit verbunden auch psychische Belastung beim Public Speaking sollte man niemals unterschätzen.

Keine Angst vor (falschen) Reaktionen

Wer kennt sie nicht: Die Kritiker, die Skeptiker, die Nörgler. Sie sitzen garantiert in jedem Vortrag. Ob vor 20 oder 200 Zuhörern: Es gibt fast immer kritisch blickende Menschen. Stirnrunzeln, Augenbrauen hochziehen, Kopfschütteln – all das sind Reaktionen, die nicht gerade für Zustimmung während der Rede sorgen. Wer hier aber gleich an Ablehnung denkt, der irrt. Vermeintlich negative Reaktionen aus dem Publikum sind nicht zwangsläufig auf die Rede oder den Redner bezogen. Ein Stirnrunzeln oder eine hochgezogene Augenbrauen kann bedeuten, dass der Teilnehmer erstaunt, verwundert oder überrascht ist. Ein Kopfschütteln muss nicht automatisch eine Ablehnung mit einer These während des Vortrags gleichgesetzt werden. Möglicherweise denkt sich der Zuhörer in diesem Moment während eines Fachvortrags: „Oh man, das habe ich nicht bedacht. Da muss ich dringend etwas in meinem Unternehmen ändern.“ Menschen reagieren sehr unterschiedlich und nicht jede Reaktion kann man gleich richtig deuten. Lass dich während der Rede nicht von der Mimik und Körpersprache der Zuhörer ablenken, sondern konzentriere dich voll und ganz auf deine Inhalte.

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Achte auf deine Atmung

Auf der Bühne verbringt ein Speaker Höchstleistungen – weniger physisch, dafür umso mehr psychisch. Der Puls steigt, die Aufregung auch und genau hier ist es eklatant wichtig, auf die eigene Atmung zu achten. Das Hirn braucht Sauerstoff, damit es diese Höchstleistungen auch die gesamte Zeit während des Vortrags vollbringen kann. Direkt vor dem Beginn des Vortrags ist die Aufregung des Redners meist am größten. Hier kann es helfen, ein paar Mal kräftig ein und langsam wieder auszuatmen. Das bringt den Puls nach unten und damit auch die Angst vor der Bühne. Während der Rede ist eine ruhige Atmung ebenso wichtig. Wer redet wie ein Wasserfall wird zwangsläufig ins Stocken geraten. Daher ist es ratsam, in einem Tempo „Live on Stage“ vorzutragen, mit dem man auch normal sprechen würde. Kurze Pausen zwischen langen Sätzen sollte man dazu nutzen, um einmal tief ein- und ruhig wieder auszuatmen. Genau das lässt sich wunderbar alleine zuhause vor dem Spiegel üben. Halte deine Rede ein paar Mal nur vor die selbst und trainiere eine ruhige, gleichmäßige Atmung.

Sprich nicht zu schnell & mach mal Pause!

Das wohl mächtigste Mittel bei einer Rede ist die Pause. Viele unerfahrene Speaker machen oft den Fehler, dass sie zu schnell und zu viel vortragen, weil sie glauben, dass der gesamte Inhalt wichtig ist. Das ist aber ein Trugschluss. Hier gilt einmal mehr der Grundsatz „Weniger ist mehr!“. Durch Reduktion auf nur wenige Inhalte bekommt der Vortrag einen inhaltlichen Fokus, dem die Zuhörer viel besser folgen können. Zudem bleibt mehr Zeit für Pausen – kurze Redepausen während des Vortrags. Erfahrene Speaker bauen in ihren Redenfluss manchmal sekundenlange Unterbrechungen ein, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen. Eine Pause von nur Sekunden fühlt sich aus Sicht des Redners an wie eine kleine Ewigkeit. Richtig eingesetzt erreicht man dadurch allerdings, dass die Zuhörer ihre Aufmerksamkeit wieder zu 100% auf die Bühne richten. Es ist ein bisschen wie in der Schule: Sobald der Lehrer aufhört zu reden und innehält, wird die Klasse meist auch ruhiger und fragt sich „Warum redet davon niemand mehr?“ Genau diesen Effekt kann man gezielt auch bei Vorträgen nutzen.

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PowerPoint – weniger ist mehr!

Wenn ich eins in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe, waren das überladene Präsentationsfolien. Zu viel Text, zu viele Bilder, kein optischer roter Faden, alle möglichen PowerPoint-Effekte lenken einfach nur vom Vortrag ab. Daher mein Tipp: bitte unbedingt die Folien schlank halten und auf das absolut Wichtigste reduzieren. So wenig Text wie möglich und möglichst große, vollflächige Bilder sind hier sehr empfehlenswert. Was auch oft falsch gemacht: Zu viele Folien in zu kurzer Zeit. Je nach Vortrag und Inhalt können es mal mehr und mal weniger Slides sein und wenn du noch gar kein Gefühl dafür hast, dann plane 2 Minuten pro Folie ein. Sprich bei einer öffentlichen Rede von 60 Minuten sollten dann bei dir circa 30 PowerPoint-Folien stehen. Zu viele visuelle Ablenkung kann schnell ermüdend wirken und das ist unbedingt zu vermeiden.

Vortrag halten – so geht’s richtig

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Wie hält man einen überzeugenden und mitreißenden Vortrag? Mit diese Tipps gelingt dir ein perfekter Auftritt „live on Stage“. Ob in kleiner Runde vor 30 Teilnehmern oder auf der großen Bühne vor einigen hundert Zuhörern – die Regeln zum Vortrag halten sind fast immer die gleichen.

Workshop leiten lernen

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Ein Workshop ist nicht gleich ein “normaler” Vortrag. Oft gehen Workshops über mehrere Stunden und sollten daher gut vorbereitet werden. Seine Rede über einen ganzen Tag zu strecken ohne dabei die Aufmerksamkeit der Workshop-Teilnehmer zu verlieren, ist nicht einfach. Mit diesen Tipps lernst du, wie man einen Workshop richtig leitet.

Seminare erfolgreich halten

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Wie schafft man es, Seminare erfolgreich zu halten? Tatsächlich gibt es unterschiede zwischen Seminaren und Workshops und auch unterschiedliche Methoden, wie ein Seminarvortrag aufgebaut sein sollte. Vom Aufbau, den Inhalt bis zur Foliengestaltung bekommst du hier viele nützliche Seminar-Tipps.

Redeangst überwinden lernen

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Nervosität, schwitzige Hände, Stottern bis hin zum Blackout: Die meisten Menschen leiden unter Redeangst und meiden das „Public Speaking“. Die gute Nachricht: Redeangst kann man überwinden und das sogar schneller und leichter als man denkt. Nie mir Angst vorm Sprechen – hier lernst du, wie du deine Angst in den Griff bekommst.

Richtig sprechen lernen

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Nicht schreien, sondern klar und deutlich sprechen lautet die Devise, wenn man einen Vortrag hält. Mit diesen Tipps und Übungen lernst du, wie seine Sprache und Aussprache beim Public Speaking verbessert und auch bei Meetings überzeugen kann. Richtig sprechen kann man tatsächlich lernen.

Richtig präsentieren lernen

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Es gibt zwei wesentlichen Aspekte, wenn es darum geht, bei einem Vortrag richtig zu präsentieren: Die eigene (persönliche) Präsentation und die Gestaltung der Vortragsfolien. Die meisten Speaker vernachlässigen und überschätzen die visuelle Unterstützung bei einem Vortrag. Hier lernst du, wie man mit PowerPoint tolle Folien zaubern kann.

Public Speaking Rhetorik-Tipps

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Oft vernachlässigt und doch so wichtig beim Public Speaking: die Rhetorik. Auch in Bewerbungsgesprächen und Meetings kann Rhetorik gezielt eingesetzt werden, um die eigenen Argumente geschickt zu unterstreichen. Wer souverän vor Menschen reden will (oder muss), der lernt hier viele rhetorische Tipps.