Bilder komprimieren ohne Photoshop

Wie das immer so ist: da plant man ein bisschen im Voraus seine Artikel und muss dann doch ab und zu mal einiges verschieben. Eigentlich war dann heute mit etwas Verzögerung noch mal ein letztes Review vor Ende der Xovilichter Challenge geplant, da wieder 20 Tage zum letzten vergangen sind. 20 Tage? Wahnsinn oder? Aber gut, das hole ich dann morgen nach. Heute gehe ich doch noch einmal auf das Thema Bilder und speziell die Komprimierung ein, da mich dort einige Anfragen via Kommentaren und auch per Mail dazu erreicht haben. Anscheinend gibt es dort bei vielen ein reges Interesse, ihre Grafiken webkonformer zu optimieren. Gerade hinsichtlich Ladezeiten-Optimierung und verschiedene Ausgabe-Auflösungen wird uns dieses Thema auch über den Xovilichter Contest hinaus beschäftigen. Zudem ist Content mehr als nur Text und Überschriften – es gehören u.a. auch Bilder dazu. Aber werfen wir heute noch einmal kurz einen Blick, auf Alternativen zu Photoshop – ein paar gibt es wenigstens.

Bilder mit WordPress komprimieren

Eine gute Nachricht für alle, die im Xovilichter Contest WordPress benutzen: es gibt eine Menge gute Tools, mit denen man direkt in WordPress selbst die Bilder nahezu verlustfrei reduzieren kann und damit seine Performance zu steigern. Zwei der besten Plugins zum Komprimieren von Bildern direkt in WordPress sind diese beiden hier:

Optimus Plugin WordPress

Die Hersteller vom Optimus Plugin gehen von bis zu 70 Prozent Verkleinerung aus. Das stimmt nur in Ausnahmefällen, wenn wir von „verlustfreiem Komprimieren“ reden. Tatsächlich aber macht Optimus einen ziemlich guten Job. Ich hatte es mal für ein anderes Projekt getestet und war echt zufrieden mit diesem WordPress Plugin. Der Clou an diesem Tool ist, dass die Bilder bereits während des Hochladens optimiert werden, die sie zeitgleich an den Server des Herstellers geschickt werden und dort die „unnötigen“ Bilddaten entfernt werden. Der Nachteil ist dabei allerdings, dass sich der Prozess des Hochladens deutlich verlangsamt. Trotzdem ein cooles Plugin, dass ordentlich Ressourcen sparen kann. Optimus WordPress Plugin Download

WP Smush.it Plugin

Auch dieses Plugin macht einen verdammt guten Job. Ähnlich wie bei Optimus werden überflüssige Meta-Informationen der Grafiken entfernt. Zusätzlich werden die Bilder noch komprimiert und dadurch verkleinert. Ein großer Vorteil vom smush.it Plugin ist der Fakt, dass man auch bereits hochgeladenen Bilder in der Mediathek im Nachgang komprimieren kann. Hat man das Plugin in WordPress installiert, dann erscheint neben jedem Bild in der Mediathek ein „re-smush.it“ Button, mit dem man die Bilder verkleinern kann. Dieses Tool läuft aktuell bei einem WordPress-Projekt von mir und verrichtet verdammt gute Arbeit. WP Smush.it WordPress Plugin Download

Mit RIOT Bilder komprimieren

Für alle, die kein WordPress nutzen oder kein Plugin zum komprimieren von Bilder nutzen wollen, denen sei RIOT empfohlen. Mit diesem Freeware Tool kann man ganze Verzeichnisse von Bilder offline schnell verkleinern. Ob JPG, GIF oder PNG: RIOT holt ordentlich was raus und verkleinert die Bilder enorm. Allerdings muss man ein wenig mit den Einstellungen „spielen“, um das richtige Setting für seine Bildbibliothek zu finden. Ich kann hier echt nur empfehlen, an einem kleinen Satz von Grafiken das Programm zu testen und vor allem PNGs und JPGs im  Idealfall getrennt zu optimieren. Denn RIOT geht hier bei falschen Einstellungen manchmal ziemlich rabiat vor, sodass am Ende ein deutlicher Qualitätsverlust zu sehen ist. Mit dem richtigen Setting allerdings ist das Tool eine echte Bereicherung. RIOT Tool Download

Photoshop Elements und GIMP

adobe-photoshop-elements-12Last but not least ist auch die kleinere Version von Photoshop namens „Elements“ empfohlen. Für alle, die nur die rudimentären Funktionen von Adobe Photoshop brauchen, ist diese Version eine kostengünstige Alternative. Photoshop Elements in der Version 11 gibt es bereits ab knapp 27 Euro und die 12er Variante für circa 55 Euro. Im Vergleich zur Creative Cloud von Adobe hat man mit Elements nur einmal die Kosten und kann das Programm unbegrenzt nutzen. Und natürlich ist der Funktionsumfang im Vergleich zur „großen“ Version stark eingeschränkt. Aber für alle, die ihre Bilder nur ein wenig optimieren wollen und keine großen Retuschierungsmaßnahmen vorhaben, ist Photoshop Elements ein echt geniales Tool für den kleinen Geldbeutel – das ist Fakt. Wer es aber doch gänzlich kostenlos haben möchte, für den ist GIMP eine Alternative. Persönlich finde ich das Tool irgendwie zu „sperrig“ und unkomfortabel. Das mag aber vielleicht daran liegen, dass ich seit 15 Jahren mit Photoshop arbeite und meine Synapsen schon nahtlos an Adobe angeknüpft sind. Trotzdem ist GIMP eine ganz ordentliche Alternative, um auch kostenlos seine Bilder zu optimieren und zu bearbeiten. GIMP Download

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Xovilichter Tipps: Bilder komprimieren ohne Adobe Photoshop
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Xovilichter Tipps: Bilder komprimieren ohne Adobe Photoshop
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Es muss nicht immer die teure Version von Photoshop sein, wenn man seine Bilder fürs Web optimieren möchte. Gerade für WordPress gibt es viele gute Plugins, die einen guten Job verrichten. Aber auch Tools wie GIMP und RIOT sind als Freeware verfügbar und mit Photoshop Elements hat man eine günstige Alternative.

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