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Facebook nutzlos für Google SEO

Und wieder einmal geht es um Vertrauen: Facebook, Google, SEO und wieder einmal Trust. Denn für die bunte Suchmaschine ist das blaue Social Network nichts anderes als eine Website, der man entweder vertraut oder eben nicht. Oder besser gesagt geht es darum, ob Google den User-Aktivitäten von Google vertrauen kann und ob dies das eigene Ranking für Websites in den SERPs beeinflusst. Lange Zeit hielt sich beharrlich das Gerücht, dass der Google-Crawler von Facebook ausgesperrt wird, bzw. er diese Daten nicht lesen kann. Das stimmt aber nur zum Teil, denn prinzipiell ist es gar nicht mal schwer mittels eines Skripts zumindest die Likes und Shares eines Social-Plugins auszuwerten und in das Ranking einzubinden. Meine Vermutung und auch Beobachtung durch andere SEO-Projekte hat mich zu dem Schluss gebracht, dass Facebook keine Auswirkung auf die Suchergebnisse von Google hat. Das war auch der Grund, warum ich mich dazu schon vor dem offiziellen Start der Xovilichter Keyword Challenge entschlossen haben, Facebook nur sehr stiefmütterlich zu behandeln und den Fokus und dementsprechend auch meine Energie eher auch andere Faktoren zu legen, die auch wirklich funktionieren. Und wie man sieht, lag ich nicht total verkehrt mit dieser Taktik. Interessanter Weise belegt nun  auch eine Studie, dass Aktivitäten auf Facebook tatsächlich keine Auswirkung auf das Google Ranking haben.

Studie beweist: Facebook hat (noch) keine Auswirkung auf Google SERPs

facebook-seo-googleIch höre jetzt schon den einen oder anderen sagen: „Ach so ein Quatsch. Das kann man doch gar nicht belegen. Ein bisschen was wird das schon bringen.“ Falsch, denn genau das hat die Studie mit einem direkten Fallbeispiel eben bewiesen. Was wurde gemacht? Es wurden mehrere Seiten auf unterschiedlichen Domains erstellt, auf denen ausschließlich Likes gesammelt und nicht separat von außen verlinkt wurde. Tatsächlich kamen so 900 Likes von echten Facebook-Usern zu Stande. Den Google Crawler interessierte das jedoch herzlich wenig, denn indexiert wurden die Seiten trotz reger Social Aktivität nicht. Das Gleiche wurde dann auch mit den Shares versucht. In einem zweiten Versuch sollten wiederum echte Facebook-User bestimmte Seiten mehrfach teilen und auch hier ein identisches Ergebnis: trotz 50maligem Teilen änderte sich das Ranking der Seiten nicht, bzw. sie wurden gar nicht erst indexiert. Das belegt eindeutig, wie wenig (also nichts) Google auf die Facebook-Aktivitäten gibt. Aber warum ist das so?

Google vertraut Facebook nicht

xovilichter-video-71-facebook-seo-googleAnders ausgedrückt: Google weiß nicht, ob man den Facebook-Nutzer vertrauen kann. Denn anders als bei Backlinks kann man die Reputation von Social-Media-Usern nicht direkt auswerten. Dazu kommt, dass ein Like oder Share sehr viel schneller gesetzt ist, als einen Backlink einzubauen. Ein externer Linkverweis ist in der Regel sichtbarer für andere Nutzer und beständiger. Ein Like kann schnell wieder zurückgenommen werden oder ich kann jeden Tag 100 Likes abgeben. Vielleicht gefällt mir ja wirklich so viel und ich mache das aus freien Stücken, aber wie viel ist dann ein Like als Indikator für das Google Ranking überhaupt wert? Genau diese Frage stellt sich auch Google und lässt eben die Aktivitäten aus Facebook nicht als Rankingfaktor in den eigenen Algorithmus einfließen. Ein Share ist zwar auch wieder „aufwändiger“ und sichtbarer als ein kleiner Like, jedoch hat auch dieses Social Signal nachweisbar keinen Einfluss auf die Suchergebnisse. Denn gerade auf Facebook tummeln sich viele Fake-Accounts und Karteileichen, die alles andere als vertrauenserweckend sind. Und wie ich bereits am Anfang des Artikels geschrieben habe: es geht wie immer um Vertrauen, welches Google in diesem Fall gegenüber von Facebook nicht hat. Wer es jetzt noch immer nicht glaubt oder einfach mehr Infos dazu braucht, kann die Facebook-Google-Studie hier selbst noch einmal nachlesen (englisch): http://searchenginewatch.com/article/2319951/Facebook-Likes-Shares-Dont-Impact-Google-Search-Rankings-Study

First Mover Vorteil kann sich trotzdem lohnen

Das die SEO-Regeln nicht gerade in Stein gemeißelt sind, wissen wir alle nur zu gut und haben das eine oder andere Mal eine (böse) Überraschung erlebt. Daher ist es umso wichtiger, mit der Zeit zu gehen und neue Trends frühzeitig für sich zu nutzen. Was heute noch gilt, kann morgen schon wieder ganz anders sein. Was so dramatisch klingt, ist tatsächlich möglich: wer sagt denn, dass Google nicht demnächst ein neues Update präsentiert, in dem nun auch Social Signals von Facebook direkt das Ranking innerhalb der SERPs beeinflussen? Wohl dem, der hier schon früh vorgesorgt hat und in den sozialen Medien aktiv war und ist. Aus Online-Marketing-Sicht empfehle ich daher jedem Kunden immer, auf Social Signals nicht zu verzichten. Noch sind sie umstritten und deren Wirkung teilweise nachweisbar nicht vorhanden. Aber sollte sich das ändern, hat man als First Mover entscheidende Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Das sich dies aber bis zum 19. Juli 2014, also noch vor Ende der Xovilichter Keyword Challenge ändert, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Daher werde ich bis zum Schluss kaum etwas in Facebook unternehmen.


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Der Countdown im Xovi SEO Contest 2014 läuft weiter. Nun sind nur noch 9 Tage, bis alles wieder vorbei ist.
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Xovilichter Tipp: Facebook nutzlos für Google SEO
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Xovilichter Tipp: Facebook nutzlos für Google SEO
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Eine Studie hat nun belegt, was viele bereits vermutet haben: Facebook-Aktivitäten haben keinen Einfluss auf das Google Ranking. Daher unternehme ich im Rahmen der Xovilichter Challenge so gut wie keine Aktionen in diesem sozialen Netzwerk.

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