xovilichter-video-79-meine-strategie-in-der-keyword-challenge-2014

meine SEO-Strategie

Ich hatte ja versprochen, dass ich am Ende der Xovilichter Keyword Challenge noch einmal eine Zusammenfassung über mein SEO-Projekt im Contest schreiben werde und auch mal meine Strategie offen legen bzw. genauer erkläre. Heute gibt es erst einmal die Infos zum „Wie“ und morgen die Infos zum „Was“. Ich glaube ich hatte es schon einmal erwähnt, dass ich tatsächlich echt froh bin, dass die Challenge nun langsam zu Ende geht. Anfangs habe ich wirklich massiv unterschätzt, was ich mir hier vorgenommen habe. Allerdings beende ich immer was ich anfange und auch wenn es keine große Auswirkung mehr hat (aktuell bin ich sogar wieder auf Platz 3 gefallen), so schreibe ich dennoch meinen letzten, ausführlichen Artikel zum Xovi SEO Contest 2014. Morgen gibt es zwar auch noch einmal ein paar Worte, allerdings nicht mehr ganz so ausführlich, denn schließlich muss ich noch von Hamburg nach Köln fahren. Also, was genau habe ich mir zum Contest überlegt und wie war die Strategie, mit der ich mich durch die 80 Tage laviert habe?

First Mover Vorteil nutzen

Bereits vor Beginn der Challenge hatte Xovi auf seiner Seite das ganze Spektakel angekündigt. Da dachte ich mir, warum eigentlich nicht – probier‘ doch mal aus, was du so kannst. Um möglichst von Anfang an dabei zu sein, hatte ich eine Text vorbereitet und „XXX“ anstelle des noch unbekannten Keywords gesetzt. WordPress war soweit neu aufgesetzt und vorbereitet und wartete auf seinen Einsatz. Als am 1. Mai 2014 der Startschuss fiel, ersetzte ich das „XXX“ nur noch durch „Xovilichter“, Copy and Paste zu WordPress – veröffentlichen und fertig.

Problem: Crawl-Frequenz

Das Problem war, dass ich meine Seite „ronny-marx.de“ nicht wirklich oft aktualisierte habe, da mir in diesem Fall die Google-Sichtbarkeit einigermaßen egal war. Daher „wusste“ aber auch der Google-Crawler, dass die Update-Frequenz nicht wirklich hoch war und kam nur selten vorbei. Dadurch verzögerte sich das Indexieren meines ersten Xovilichter-Artikels um mehrere Stunden – ärgerlich. Viele andere Teilnehmer, z.B. Robert von netgrade.de, waren da einfach mal schneller und hatten anfangs einen großen Vorteil.

Das erste YouTube Video

Um dennoch schnell vorne mitzumischen, habe ich fix meine Kamera ausgepackt und das erste YouTube-Video im SEO Contest 2014 gedreht und veröffentlich. Das Video wurde super schnell indexiert und war sofort auf der ersten SERP zu finden. Einige Tage war ich sogar der einzige, der ein Video dazu online hatte.

Die erste WDF-IDF-Analyse

Ich glaube, ich war der erste, der eine WDF-IDF-Analyse nach wenigen Stunden zum Contest erstellt und online gestellt hat. Einerseits wollte ich auch hier schnell ein Thema besetzen und andererseits natürlich Brainstorming zu einem bisher unbekannten Begriff betreiben. Nach dieser ersten Keyword-Analyse wurde klar: du musst über das Thema SEO bloggen – alles andere ist nett, wird aber nicht die nötige Relevanz habe.

Das erste Xovilichter-Logo

Als Kommunikationsdesigner wollte ich auch einem optischen Anspruch gerecht werden. Also habe ich kurzer Hand ein Logo zum SEO Contest und dem Keyword „Xovilichter“ entworfen. Es ist sicherlich nicht mein schönstes Logo, aber es sollte symbolhaft sein und seinen Zweck erfüllen. Zudem musste es schnell gehen, bevor ein anderer auf diese Idee kam. Und tatsächlich: mein Xovilichter-Logo hat sich bis heute ganz vorne bei der Google Bildersuche gehalten – sehr cool!

Über SEO bloggen

Was ich inhaltlich brauchte, war ein komplexes Thema mit einem breiten Spektrum an inhaltlicher Facette – außerdem musste es relevant zum Contest sein. Denn wie sollte man sonst es schaffen, 80 Tage lang mindestens ein Video und ein Blogartikel pro Tag dazu zu veröffentlichen. Umso besser, dass die Suchmaschinenoptimierung derart themenreich ist und genauso gut, dass ich mich hier ganz gut auskenne. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich seit einiger Zeit auch als SEO-Trainer unterwegs bin und mich ohnehin immer auf dem Laufenden halten muss.

Am Anfang mehr Content

Das war der Plan: am Anfang Lücken erkennen und schnell schließen. Nichts ist ärgerlicher, als eine gute Idee zu haben, um dann festzustellen, dass ein anderer schneller war. Also: ran an die Tasten und schreiben was das Zeug hielt. Ich wollte möglichst früh möglichst viele Themen besetzen und damit zur Autorität werden. Das erkennt auch Google und würde alle weiteren, ähnlichen Inhalte nur noch zweitrangig ranken. Auch hier zahlt sich First-Mover mal wieder aus. Es ging auch darum, dass man bestimmte Themen einfach antizipieren musste: Was könnte für die Xovilichter Challenge interessant sein? Welche Inhalte sind entfernt relevant? Diese Fragen habe ich mir gestellt und einen groben Plan gemacht, den ich konsequent abgearbeitet habe. Zudem wollte ich keinen Unsinn reden und schreiben und nur Content produzieren, der auch abseits der Challenge interessant ist. Nur so kann man die Verweildauer anheben und mehr „Returning Visitors“ erreichen. Mein Ziel war es, dass die User gern auf meine Seite zurückkommen, um zu erfahren, was ich heute wieder geschrieben habe. Ich würde sagen, dass ist mir bis zum Schluss ganz gut gelungen.

Interne Verlinkung und Sitemaps

Ein Vorteil wenn man so viel Zeit in den Content-Aufbau steckt, ist die Tatsache, dass man viele relevante Inhalte hat, von denen man zur Startseite zurückverlinken und auch querverlinken kann. Das wertet Google in der Regel sehr positiv und scheinbar hat das auch funktioniert. Erst in den letzten Wochen habe ich alle Schlagworte namens „Xovilichter“ aus meinen Artikel entfernt und aus dem Fließtext mit dem gleichen Keyword immer wieder auf die Startseite zurückverwiesen um die Relevanz dieser zu stärken. Das hätte ich vielleicht besser von Anfang an machen sollen.

Social Media nutzen

Auch wenn es umstritten ist: ich wollte Social Signals dazu nutzen, um Traffic einerseits und den Crawler andererseits auf meine Seite zu bekommen – und zwar so oft und so viel wie möglich. Facebook spielt dafür keine große Rolle (zumindest was den Crawler angeht), also habe ich mich auf „sichtbarere“ Netzwerke konzentriert: Twitter, Google+ und YouTube jeweils mindestens einmal pro Tag. Tumblr, Flickr, Vimeo und Pinterest alle paar Tage einen Post veröffentlichen und Link setzen. Aber auch RSS-Verzeichnisse und Bookmarking-Seiten habe ich benutzt, um so viele Signale wie möglich rauszuschicken.

Analysen und Monitoring

Ich denke, dass ist jedem SEO bewusst: Analysen und Monitoring sind die Basis für jede Suchmaschinenoptimierung. Wer nicht weiß, was draußen und drinnen los ist, der weiß auch nicht, wie er optimieren soll. Für die Analyse meiner eigenen Seite habe ich Google Analytics, Counterize (WordPress Plugin) und OnpageDoc benutzt. Für den Blick auf die Konkurrenz kam Xovi-V2 (und V3), Seitenreport.de, Google  PageSpeed  und Pingdom-Tools zum Einsatz. Die meisten Tools davon habe ich jeden Tag benutzt, um mich stetig up-to-date zu halten.

Performance und Backlinks

Der erste Plan war, zwar schon viele Artikel zum Keyword „Xovilichter“ zuschreiben, aber eben auch möglichst viel auf die Startseite zu bringen. Daher wollte ich ursprünglich die Excerpts ALLER Artikel die ich im Laufe des Contests schreiben würde, auf der Startseite anzeigen lassen – also keine Seite 2, 3, 4 und so weiter. Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass die Performance arg darunter litt und wie wir ja wissen, ist die Ladezeit einer Seite nicht unwichtig für SEO. Die Startseite (ronny-marx.de/xovilichter) sollte aber dennoch die wichtigste und relevanteste Seite sein. Also habe ich schrittweise bekommen, die Artikelausschnitte zu reduzieren, aber gleichzeitig den SEO-Text weiter unten massiv auszubauen. Auf diese Weise wollte ich verhindern, dass auf Schlage viel relevanter Content auf der wichtigsten Seite fehlt. Außerdem hatte ich das Ziel, einerseits den längsten SEO-Text im ganzen Contest (auf einer Seite) zu haben und andererseits das Verhältnis von Quellcode und Content auf ein perfektes Level zu bringen. Zuletzt lag dieser Wert bei 48,9 % (laut Seitenreport.de), was sehr gut ist. Ich wollte eben für Google im Bereich „informational search“ die Autorität werden.

Schneller ist besser

Viele Dinge wie Sharing-Buttons, Icons, Countdown-Timer und selbst das Counterize-Plugin habe ich nach und nach reduziert, um die Request und auch Ladezeit zu verringern. Ergänzend habe ich versucht, das Caching der Seite zu optimieren und Javascript, CSS und HTML zu komprimieren und auf ein Mindestmaß an Code herunterzustufen. So konnte ich die Ladezeit meiner Xovilichter Seite auf weniger als die Hälfte und zum Schluss auf nur 52 Requests und 1 Sekunde Ladezeit (laut Pingdom) reduzieren.

Backlinks sind (leider) wichtig

Um eines gleich vorweg zu sagen, ich habe NIEMALS Blackhat betrieben. Durch die Tatsache, dass ich keinerlei 301-Weiterleitungen (wie einige andere Teilnehmer dies machen) eingerichtet habe, wird mir wohl sehr wahrscheinlich ein Platz ganz oben nicht mehr möglich sein. Einerseits schade, dass dies anscheinend mehr Wert ist, als mein Content, aber andererseits auch blöd, dass ich nicht selbst draufgekommen bin. In Sachen Links war ich natürlich auch aktiv und habe anfangs mein direktes Netzwerk gebeten, mich relevant zu verlinken (ganz ohne Starthilfe geht es eben nicht). Durch den vielen Content und die Kommunikation mit den zahlreichen Teilnehmern des Xovilichter Wettbewerbs, sind viele relevante Backlinks tatsächlich auf natürliche Weise entstanden. Am Schluss habe ich dann aber auch noch einmal viele Teilnehmer im Contest gebeten mich zu verlinken. Und auch das ist in großem Umfang passiert. Auch an dieser Stelle wollte ich mich bei den vielen, vielen Leuten bedanken, die mich in dieser Hinsicht sehr fleißig unterstützt haben.

Und hat sich das gelohnt?

Ich habe leider keine SEO-Glaskugel hier, aber ich habe immer gesagt (und dabei bleibe ich) am Ende kann ich mich über Platz 3 „freuen“. Würde es so kommen, dann wäre es zumindest vom monetären Gegenwert ein „Fiasko“. Es hängt natürlich auch davon ab, wie viele Teilnehmer insgesamt sich beim Xovilichter Contest registriert haben und wenn man einmal vermutet, dass es einige hundert gewesen sein dürften, dann ist ein Platz 3 natürlich schon ziemlich gut – zumal ich auch als Einzelkämpfer unterwegs war. Die USA-Reise wäre eine tolle Entschädigung und der Smart wäre aus ökonomischer Sicht ein Gewinn – halbwegs. Aber sieht man einmal von den Preise ab (auch wenns schwer fällt) dann habe ich viele neue Kontakte in der SEO-Branche geknüpft und coole Leute kennengelernt, die zum Teil genauso verrückt sind wie ich. Auch im Bereich Suchmaschinenoptimierung konnte ich mein Wissen ausbauen und vieles davon für weitere Projekte anwenden. Zusammenfassend: vom wirtschaftlichen Fakt hat es sich (aller Voraussicht nach) nicht gelohnt, von den Learnings und neuen Kontakt auf jeden Fall.

xovilichter-countdown-1
Fast geschafft: nur noch 1 Tag im Xovilichter Countdown
Summary
Offene Karte: das ware meine SEO-Strategie bei der Xovilichter Keyword Challenge 2014
Title
Offene Karte: das ware meine SEO-Strategie bei der Xovilichter Keyword Challenge 2014
Description

Heute ist der vorletzte Tag im Xovi Contest und nun kann ich auch mit offenen Karten spielen. Ich habe zu keiner Zeit Blackhat betrieben und versucht, sauberes SEO und guten Content aufzubauen. Der Verzicht auf unsaubere Methoden und/oder Tricks wird mir letztendlich den Platz nach ganz oben versperren (Stand 18.07.2014).

12 Gedanken zu „meine SEO-Strategie“

  1. Das Backlinks (leider) immer noch wichtig sind belegen vor allem die letzten 2-3 Wochen. Momentan wird, so zumindest mein Eindruck, nahezu alles mit Redirects und Backlinks erschlagen, auf Qualität der BL wird hierbei auch kaum Wert gelegt. Der Vorteil ein First-Mover zu sein, der gilt eigentlich nur für Dich und Nicolas gilt, ist für mich aktuell keiner, denn der Rest der ersten First Mover ist nicht mehr unter den TOP-10.

    1. Stimmt Heiko, nicht jeder First-Mover ist bis zum Schluss dabei. Ich meinte es nur generell und auch, um auf sich aufmerksam zu machen. Wäre Robert mit netgrade am Ball geblieben, wäre er bestimmt immer noch in den TOP20 dabei.
      Tja und zu dem anderen Thema sage ich nix mehr – soviel zu Thema Pengiune 2.0 – das ich mal nicht lache!!

      VG, Ronny

  2. Also den monetären Gewinn würde ich nicht auf die Preise beziehen. Alleine der Lernfaktor und die Aufmerksamkeit vieler Kunden, Bekannter und Freunde sehe ich schon als echten Gewinn.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den 80 Tagen echt viele gefragt haben: „Was machst Du denn da und wie geht das?“
    Von daher schon ein echter Gewinn, egal was am Ende raus kommt 😉

    1. Moin Arno,

      einerseits gebe ich dir Recht, was den Lernfaktor und die Kontakt angeht. Aber zumindest in meinem Fall waren derart viele Arbeitsstunden im Einsatz, dass sich ein schöner Gewinn ein bisschen dafür entlohnt hätte. Weißt du, was ich meine?

      VG,
      Ronny

    1. Das ist ja wirklich schade, Markus. Und gespannt WAR ich auch. Mittlerweile schaue ich mir das Ranking nicht mehr an – das frustriert nur.

      VG, Ronny

  3. Hi Ronny,
    im Moment sieht es wirlich traurig aus.
    Na ja es ist halt ein SEO-Contest, Black-Hat war akzeptiert.
    Du bist morgen auf alle Fälle der Gewinner der Herzen, egal wie es ausgeht.
    Meinen Backlink hast du. Ich kann die anderen nicht zwingen aber lieb bitten.
    Bis morgen.
    Kristian

    PS: Ich bin, das hat sich eben ergeben, früher da als erwartet, sprich „von Anfang an“, für die Vorträge konnte ich noch einen Platz ergattern.

    1. Moin Kristian, ach shit, da musste man sich extra nen Platz reservieren? Sprich da sind jetzt keine mehr frei? Eigentlich wollte ich auch von Anfang an dabei sein…

      VG, Ronny

  4. jep ohne Backlinks geht es gar nciht wobei bei yandex das schon geht. Naja zum Thema Backlink hat der Kai etwas interessantes herausgefunden und einen Beitrag verfasst

    search-one.de/xovilichter

    1. Moin Marius, vielen Dank für die Info und du hättest Kais Seite ruhig verlinken können – hätte ich zugelassen 😉 Tja und was soll ich sagen: Herr Spriesersbach hat 100pro Recht mit seinem Beitrag von heute. Schade, schade, dass die Challenge nun so zu Ende geht.

      VG, Ronny

    1. Moin Marius, ja ist doch vollkommen in Ordnung – vielen Dank für die Info. Echt krass, dass sich jetzt selbst onlinemarketing.de einklinkt und darüber berichtet. Das zeigt einfach auch die Tragweite eines solchen Handelns.

      VG, Ronny

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