SEO-Tipp: Blog-Kommentare

Gestern haben wir über das Thema „Freshness“ gesprochen – Aktualität ist also wichtig für Google. Aber worauf kommt es noch an? Gerade wenn man eine Blog wie diesen hier betreibt, dann sollte die Website keine Einbahnstraße sein. Wichtig ist eben auch, dass eine Interaktion mit den Leser der Seite stattfindet, denn das ist eigentlich mit der Urgedanke, der hinterm Blogging steckt: interessante und lesenswerte Artikel schreiben und mit seinen Nutzer darüber diskutieren. Im besten Fall erreicht man, dass die Nutzer untereinander sprechen und sich austauschen und man nur hin und wieder als Moderator (ähnlich wie in einem Forum) eingreifen muss. Allerdings gibt es neben gutem Feedback der Leserschaft auch Negatives in Bezug auf Blog-Kommentare: einerseits werden sie gern dafür benutzt, um Backlinks zu anderen Seiten aufzubauen und andererseits läuft man Gefahr, dass man massiv mit SPAM zu geschüttet wird. Gerade letzteres nimmt verstärkt seit gut einem Monat auf meiner Xovilichter Seite zu, so dass man ein gutes Tool braucht, um diesen Datenmüll automatisiert zu filtern und zu löschen.

SEO-Tipp: Interaktion auf Websites

xovilichter-video-58-seo-tipp-blog-kommentareGenau darum geht’s: wenn man es schafft, das Nutzer Beiträge regelmäßig kommentieren und sich mit dir über die geschriebenen Inhalte austauschen, hat man einen kleinen Pluspunkt in Sachen SEO gesammelt. Denn durch Nutzer-Kommentaren wird die Seite nativ aktualisiert. Es ist also nicht immer notwendig, ständig neue Artikel zu integrieren, sondern viel mehr für relevanten Nachschub zu sorgen und der wird eben auch durch Kommentare generiert. Ein Kommentar besteht dabei fast immer aus einer Datumsanzeige und Textbereich – beides gute Indikatoren für neuen, relevanten Content. Aber nicht nur für die Suchmaschine sind Kommentare wichtig: der Faktor Mensch spielt dabei eine wesentliche Rolle: Nutzer diskutieren gern über Themen, die sie interessieren. Eigentlich hat jeder etwas zu sagen und möchte sich gern mitteilen. Wenn man es nicht übertreibt, kann man sogar durch kleine, gezielte Frage sein Leser offen zur Diskussion auffordern. Ein Artikel wird doch umso interessanter, wenn viele Menschen auch darüber reden und sich untereinander austauschen. Dabei darf auch gern kontrovers diskutiert werden, denn so etwas befeuert die Kommentare zusätzlich. Ein gutes Beispiel für umfangreiche Kommentare in dieser SEO Challenge ist Kai mit seiner Seite search-one.de/xovilichter. Dort gibt es mittlerweile 80 Kommentare von Nutzer über seinen Beitrag an diesem Wettbewerb.

Vorsicht vor SPAM-Kommentaren

screenshot-antispam-bee-wordpress-pluginWo es viel Gutes gibt, ist das Schlecht meist nicht weit und in diesem Fall manifestiert es sich durch SPAM-Roboter. Diese suchen gezielt nach Blogs und posten automatisiert irgendwelchen Unsinn, der mit zweifelhaften Backlinks gespickt ist. Manchmal sind diese SPAM-Kommentare auch ein wenig versteckt, in dem dort ein bis zwei „normal“ Sätze stehen, die aber vom Inhalt meist allgemeingültiger kaum sein können. Ein gutes Beispiel dafür von heute Morgen auf meiner Xovilichter-Seite:

Perfect webpage you have at this website! Precisely how could i add in this blog’s feed into my Rss reader?

Wie man sieht, sieht man nix – also zumindest keinen Sinn in diesem Satz. Das Gute ist, dass solche SPAM-Kommentare fast immer auf Englisch sind und sich daher leicht von guten filtern lassen. Das Beste ist, man nutzt dafür kleine Plugins, die zu 99% diese SPAM-Kommentare erkennen und raus sortieren. Ich selbst nutze das Antispam Bee Plugin für WordPress, aber es gibt auch andere gute Tools wie Akismet, die einen guten Job verrichten.

Backlinks durch Blog-Kommentare

Eine beliebte Methode: hinterlasse einen Blogkommentar und schon hast du einen Backlink zu deiner Seite. Aber funktioniert das wirklich? Nur bedingt. Eigentlich ist grundsätzlich nichts gegen Kommentar-Links (in der Regel wird der Name des Kommentators mit seiner Website verlinkt) einzuwenden, wenn auch der Inhalt stimmt. Oftmals aber lauten die Kommentare dann „Vielen Dank, der Artikel war sehr interessant.“ und sind damit genauso nichtssagend wie das englischsprachige Beispiel weiter oben. Zudem sind die meisten Kommentarlinks bei Blogs auf „nofollow“ gesetzt und damit für Google weniger Wert. Und trotzdem ist es ein Signal für die Suchmaschine, dass der Autor einer Website sich auch mit anderen Themen beschäftigt und verknüpft. Aber ein Kommentar sollte auch immer ernst gemeint sein und sich wirklich mit dem Artikel beschäftigen. Andernfalls werde diese Feedback zu Recht vom Administrator entweder gelöscht oder der Link zur Website entfernt. Aber an und für sich sind Kommentare in Blogs eine tolle Sache, denn sie können bei durch aus auch Traffic zur eigenen Seite leiten, wenn man ein hochwertiges und lesenswertes Feedback abgibt. Im Prinzip gelt für Kommentare die gleichen Regeln, wie für Blogartikel selbst: unique, relevant und interessant.

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Xovilichter Video 58 - SEO-Tipp: Blog-Kommentare
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Xovilichter Video 58 - SEO-Tipp: Blog-Kommentare
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Für Kommentare in Blogs gelten die gleichen Regeln, die man auch auf "richtig" Artikel anwenden sollte: Einzigartigkeit, Relevanz und Interesse auslösen - so sollten Kommentare geschrieben werden. Leider werde sie viel zu oft als Backlink-Generator missbraucht und damit zweckentfremdet.

2 thoughts on “SEO-Tipp: Blog-Kommentare”

  1. Hallo Ronny, wie ist der moderne Trend, sollen die nichtssagenden Kommentare lieber beibehalten werden, um dem Google die „Bewegung“ beim Artikel zu zeigen oder lieber entfernt werden, um die Relevanz des Artikels nicht zu verschlechtern?

    1. Hi Alex, das würde ich von Fall zu Fall entscheiden. Kommentare sind an sich „user generated content“ und damit gut für SEO. Sollten allerdings sehr spam-lastige Kommentare dabei sein, würde ich sie tatsächlich löschen, denn von solchem „Content“ kannst du nicht profitieren. Und wie du schon richtig gesagt hast, verschlechterst du damit die Relevanz des Gesamtkontextes.

      VG, Ronny

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