Sitemap und SEO

Was für den Wandersmann die Landkarte das ist für Google die Sitemap. Ok, zugegeben, der Vergleich hinkt etwas, denn Wanderer würden heute wahrscheinlich eher auf GPS und GEO-Caching als auf schnöde alte Faltkarten zurückgreifen, aber ich glaube, der Vergleich funktioniert trotzdem. Es geht einfach darum, dem „blinden“ Googlebot einen Weg mitzugeben, dem er folgen soll. Eben solch ein Weg kann die Sitemap sein und gerade WordPress bietet ein paar tolle Möglichkeiten, um eine solche auf der eigenen Seite vollautomatisch zu integrieren. Auch für meinen Xovilichter Blog ist hier ein  Plugin im Einsatz, das einen super Job macht – aber dazu später mehr. Ich will in diesem Artikel einmal erklären, was Sitemaps überhaupt sind, wo sie eingesetzt werden können und vor allem auch, ob sie für das SEO etwas nützen. Denn darum dreht sich hier schließlich der gesamte Xovilichter Challenge.

Was sind Sitemaps?

Das ist recht schnell erklärt: prinzipiell sind es einfach nur Listen der verschiedenen URLs, die es auf einer Website gibt. Damit sind nicht nur statische Seiten und Blogartikel gemeint, sondern im Prinzip jede einzelne Adresse, unter der eine Website erreichbar ist. Gerade bei Onlineshops können beispielsweise hier eine riesige Menge von einigen zehntausenden und manchmal auch Millionen von URLs zusammen kommen. Denn nicht selten ist ein und der gleiche Inhalt auf einer Internetseite über verschiedene Webadresse (z.B. durch Filter, Schlagworte, Kategorien etc.) erreichbar und bläht damit die Sitemap-Liste ordentlich auf. Damit Google weiß, wo an welcher Stelle was zu finden ist, wird auf einer Sitemap jede einzelne Adresse erfasst und der Crawler kann dieser dann folgen und prüfen, ob er diese im Suchindex aufnehmen möchte. Um es platt zu erklären: eine Sitemap ist nichts anderes als ein komplexes und sehr detailliertes Inhaltsverzeichnis.

HTML oder XML – welches Sitemap-Format ist besser?

Wie so oft gibt es kein Schwarz oder Weiß. Auch beim Sitemap-Format muss man unterscheiden, für wen der Inhalt gedacht ist. Früher hat man Sitemaps nur als HTML ausgegeben, so dass der menschliche Benutzer einen besseren Überblick über die einzelnen Inhalte hatte und direkt zu ihnen „springen“ konnte. Das XML-Format ist dabei in der Regel eine identische Liste in Form einer Excel-Tabelle. Hier wird oftmals noch das Datum und ein paar zusätzliche Infos mitgegeben, die von den Googlebot wichtig sind, um Inhalte unterschiedlich einordnen zu können. Der Vorteil einer XML-Sitemap liegt darin, dass man Google hier schon mitteilen kann, welche Inhalte man selbst priorisieren möchte. Sprich Inhalte die man als besonders wertvoll erachtet (z.B. neue Blogartikel) bekommen eine höhere Prio, als beispielsweise statische Inhalte, die nur der Vollständigkeit halber vorhanden sind (z.B. Impressum oder Kontaktformular).

Sind Sitemaps für SEO wichtig?

Meine Meinung? Ja, das sind sie. Ich habe die Erfahrung gemacht, das Inhalte oftmals schneller und besser von Google indexiert werden, wenn man eine Sitemap verwendet. Gerade dann, wenn man viel und guten Content bereitstellt, wie in auf meiner Xovilichter-Seite, dann ist eine XML-Sitemap durchaus sinnvoll, um den Crawler „anzulocken“. WordPress bietet hier super Möglichkeiten, diesen Prozess vollautomatisiert vorzunehmen. Immer dann, wenn man einen neuen Beitrag postet, pingt WP automatisch Google an und übermittelt auch die neue Sitemap. Grundsätzlich kann ich auch empfehlen, dass man die Sitemap (speziell bei neuen Projekten) in die Google Webmastertools einfügt, um eine Initial-Indexierung schneller zu „erzwingen“. Für die Xovilichter Challenge 2014 habe ich genau das gemacht und schon nach wenigen Stunden war mein Blog indexiert und das Ranking konnte beginnen.

Gute Sitemap-Plugins für WordPress

Zum Schluss möchte ich euch noch eine kleine Liste mit auf den Weg geben, von WordPress-Plugins, mit denen ich gute Erfahrung gemacht habe. Wer kein WP im Einsatz hat, der kann sich auch eines Sitemap-Generators bedienen und die XML dann manuell hochladen. Hier aber nun die besten Sitemap-Plugins für WordPress (die z.T. auch auf meiner Xovilichter-Seite laufen):

Google XML Sitemaps

Eines der bekanntesten und beliebtesten Plugins dieser Art. Die wichtigsten Features werden hier abgedeckt und die Sitemaps automatisch an die Suchmaschinen übermittelt. Das Plugin läuft problemlos mit jeder WordPress-Version. Google XML Sitemaps Download

BWP Google XML Sitemaps

Dieses Sitemap-Plugin finde ich persönlich am besten und läuft auch auf dieser Xovilichter-Seite. Der Vorteil ist, dass sich hier inhaltlich verschiedene Sitemaps erstellen und an Google übermitteln lassen. Außerdem gibt es eine Log-Datei, bei der Übermittlungsfehler schnell aufgedeckt werden können. BWP Google XML Sitemaps Download

Google XML Sitemap for Images

Ebenfalls ein sehr nützliches Tool, denn gerade bei Websites mit vielen Bildern kann die Extra-Indexieren dieser lohnen und helfen, in der Bildersuche ein schnelleres und besseres Ranking zu erreichen. Google XML Sitemap for Images Download

WP Realtime Sitemap

Im Vergleich zu einer XML-Sitemap wird hier direkt im Frontend von WordPress ein Inhaltsverzeichnis ausgegeben. Auch dieses Plugin läuft auf meiner Xovilichter-Seite und ich habe es auch bei anderen Projekten im Einsatz. Es lässt sich sehr genau und detailliert justieren, was und wie viel ausgeben werden soll – sehr empfehlenswert und gut fürs SEO! WP Realtime Sitemap Download

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Wie wichtig sind Sitemaps fürs SEO?
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Wie wichtig sind Sitemaps fürs SEO?
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Oft unterschätzt und ignoriert: die Sitemap. Dabei kann man gerade mit dieser Liste sowohl dem User als auch Google helfen, die eigene Website besser zu "verstehen" und einzuordnen. Gerade für neue Projekte, die Google noch nicht kennt, ist die Übermittlung einer XML-Sitemap in die Webmastertools mehr als empfehlenswert. Auch für die Xovilichter-Challenge setze ich natürlich u.a. auch gute Sitemap-Plugins für WordPress.

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