Video Nummer 10: Review SEMSEO 2014 in Hannover

Zwei Tage SEO pur

In meinen ersten Video-Beitrag aus Hannover und meinem zweiten Xovilicher-Artikel aus dem Dormero Hotelzimmer hatte ich euch bereits ein bisschen von der SEMSEO 2014 aus Hannover berichtet. Heute am 10. Tag der Challenge habe ich mir im Nachgang der Fachtagung etwas besonderes überlegt: einerseits zeige ich euch ein bisschen von Hamburg in meinem neuen Xovilichter Video und andererseits erzähle ich euch ausführlich vom Kongress, auf dem zwei Tage von nichts anderem als Suchmaschinen und Online-Marketing geredet wurde. Für den Videodreh habe ich mir dieses Mal Hilfe organisiert. Meine Freundin hat mich an Hamburgs Binnenalster begleitet und netterweise die Kamerafrau gespielt. Wettertechnischen hatten wir gerade noch Glück, sodass ich euch ohne Regen aber mit viel Wind ein coolen Blick auf Hamburg City geben konnte. Ihr seht also: ich werde nicht müde, bei der Xovilichter-Challenge 2014 weiter Gas zu geben.

Location – Dormero Hotel in Hannover

xovilichter-im-dormero-hotel-hannover-2014Wie ihr bereits wisst fand die SEO Tagung in Hannover statt – Hildesheimer Straße 34-38 – da ist das Dormero Hotel, dass mein „Zuhause“ für eine Nacht und zwei Tage war. Von außen war ich ehrlicherweise nicht gerade überwältigt: das Hotel wirkt trist und zweckmäßig. Aber auch hier galt: die inneren Werte zählen. Denn erst einmal in der Lobby angelangt, offenbarte sich ein ganz anderes Bild. Das Hotel sieht sehr stylisch, neu und hochwertig aus. Das gleiche Bild setzte sich dann auch im Zimmer fort: Hochglanzoptik, indirektes Licht, Multimedia-Screens mit Surround-Soundanlage und einem (Gott sei Dank) bequemen Bett. Die Übernachtungskoten variieren zwischen knapp 90 bis 140 Euro; je nach Zimmergröße und Buchungskondition. Das Frühstück war exklusive und schlug mit happigen 17 Euro zu Buche.

xovilicher-rettungskiste-auf-der-semseo-2014Dafür war die Qualität und das Angebot der Speisen sehr gut und umfangreich. Einziges (kleines) Manko des Hotels: die Aufzüge. Anfänglich wollte ich bequemerweise noch jeden Weg aus dem ersten Stock automatisiert zurücklegen. Nachdem ich aber feststellte, dass man teilweise 3 Minuten warten muss, ob dann 10 Sekunden zu fahren, habe ich mich dann dauerhaft für das Treppenhaus als Verbindungskanal von Lobby und Zimmer entschieden. Insgesamt aber ein äußerst schönes Hotel und durchweg freundlichen Personal und tollem Ambiente.

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Multimedia-Screen im Dormero Hotelzimmer
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Meine Google-Tüte mit Suchmaschinen-Tipps

Inhalt der SEO-Konferenz

Gleich vorweg: die SEMSEO im Mai 2014 hatte ein extrem umfangreiches Programm von Vorträgen und Workshops, die fast immer parallel abliefen. Ich konnte daher nur an einigen Veranstaltungen teilnehmen und versuche die verpassten Beiträgen durch den Bericht von anderen SEO-Interessierten wiederzugeben, mit denen ich mich darüber unterhalten habe.

Content Marketing

xovilichter-wdf-idf-analyse-tag3Welcher Marketing-Experte hat noch nicht davon gehört: Content Marketing. Alles dreht sich seit einigen Monaten nur noch darum, möglichst viel Content zu produzieren. Das Google Text sehr gern hat, ist nichts neues und auch technisch einfach zu begründen. Der Crawler düst im Blindflug über die Seite und kann nur das „lesen“, was er auch versteht: Text. Den Rest wie Bilder, Videos, Grafiken etc. kann er nur deuten oder interpretieren. Das ist auch mit ein Grund, warum z.B. bei der aktuellen Xovilichter-Keyword-Challenge 2014 so viele Kandidaten (mich eingeschlossen) ein besonderes Augenmerk auf gute Wort und Sätze legen. Getreu nach dem Motto „Content rules“ oder „Content is King“ geht momentan ein gewaltiger Ruck durch die SEO-Szene und in diesem Zusammenhang fällt auch immer ein Wort: Relevanz. Früher hat es ausgereicht, dass man in seinem Text nur oft genug immer wieder das Zielwort wiederholen musst. Tatsächlich versuchen immer noch einige der Teilnehmer des Xovi-Contests mit überoptimierten Texten Google zu „überlisten“ und besser zu ranken. Tatsächlich gelingt das zwar derzeit teilweise noch, jedoch wird das auf Dauer keinen großen (positiven) Effekt mit sich bringen. Viel wichtiger ist es jetzt, dem Leser und natürlich auch Google verständlich zu machen, worum es bei dem Content tatsächlich geht. Zwei Schlagwort sind auch hierbei besonders wichtig: WDF-IDF und Kookkurrenz. Ersteres ist eine Analyse-Methode, die zu einem bestimmten Keyword die eigene Seite und die von anderen untersucht. Dabei werden Worte und Wortgruppen herausgefiltert, die besonders relevant sind – sprich besonders häufig vorkommen. Bei Kookkurrenz handelt es sich sinngemäß um eine zusammengesetzte Semantik, die einen übergeordneten Begriff bezeichnet. Das klingt verdammt sperrig, lässt sich aber sehr einfach erklären: das Wort „Bank“ alleine kann mehrere Bedeutungen haben. Fügt man nun die Verben „gehen“ oder „sitzen“ hinzu, entsteht ein Zusammenhang: „Ich gehe in die Bank“ oder „Ich sitze auf der Bank“ – eins meint das Gebäude, das andere das Geldinstitut. In diesem Workshop wurde dieser Zusammenhang noch einmal genauer erklärt. Das Problem im Zusammenhang mit dem Xovilichter-Wettbewerb: das Keyword gibt es erst seit dem 1. Mai 2014, sodass Google noch keine Zusammenhänge kennt. Mit einer WDF-IDF-Analyse kann man jedoch den Trend rund um das Keyword ein wenig besser einschätzen und eine Texte daraufhin optimieren. Ansonsten ist eben speziell für den SEO-Contest viel Fantasie und Kreativität gefragt.

SEO/SEM Tools

keyword-recherche-mit-seo-diver-toolAngebot und Nachfrage – ein uraltes Verhältnis, dass in allen Wirtschaftszweigen und Branchen die Grundlage für jedes unternehmerische Handeln bildet. Warum sollte das im SEO-Geschäft anders sein? War die Suchmaschinenoptimierung früher ein trübes Konstrukt und Fachbereich von wenigen Spezialisten, so ist SEO heute längst auch auf der Geschäftsführungsebene angekommen. Dies lässt sich sehr gut an den Besuchern der SEMSEO 2014 dokumentieren, denn viele von ihnen waren nicht etwa reine Marketing-Leute, sondern eben die Chefs und Inhaber selbst. Sie haben verstanden, dass es wichtig ist, die eigene Website für Google zu optimieren. Das haben auch die Software-Hersteller verstanden und gerade in den letzten Jahre eine Reihe von bezahlbaren SEO-Tools an den Start gebracht, die auch noch einfach zu bedienen sind. Ob Sistrix, OnPage, SEO-Diver oder Xovi: alle kosten im Schnitt 100 Euro im Monat und verrichten einen sehr guten Job. Mit diesen Tools lässt sich nicht nur die eigene Seite bis ins Detail analysieren, sondern eben auch die Konkurrenz gut durchleuchten. Das Problem dabei: diese SEO und SEM Tools sind einerseits sehr mächtig und liefern einen ganzen Berg an Zahlen und Statistiken. Andererseits liefern sie teilweise sehr unterschiedliche Bewertungen für die Website ab. Eine Suchmaschinen-Agentur braucht daher gleich mehrere dieser Tools, um eine seriöse Meinung und Strategie zu entwickeln. Selbst nutze ich beispielsweise Xovi, mit dem ich auch für die Keyword-Challenge schon einige interessante Dinge herausgefunden habe. Zu meinen wiederkehrenden Aufgaben gehört natürlich auch eine WDF-IDF-Analyse und ein Sichtbarkeitsvergleich meiner und anderer Teilnehmerseiten. Mein Zwischenfazit daher für den Contest: eine sehr lehrreiche Veranstaltung.

SEO von A-Z

xovilichter-video-in-hamburg-review-semseo-2014Für mich stand gleich fest: dieser Workshop ist nichts für mich. Zwar bin ich mir sicher, dass ich längst nicht alles über die Suchmaschinenoptimierung weiß, aber diese Veranstaltung war dann doch eher für die Greenhorns und Newcomer im SEO-Business gedacht. Schließlich war ich aber auf der SEMSEO 2014, um Neues zu lernen und mich weiterzubilden. Natürlich passt da auch die Xovilichter-Challenge perfekt rein: frische Gedanken und Experten-Austausch mitten im Contest aufzunehmen kann da wirklich sehr hilfreich sein. Allerdings behaupte ich mal, dass ich das kleine Ein-Mal-Eins im SEO-Business ganz gut beherrsche. Trotzdem finde ich es sehr löblich, dass die Internetagentur Abakus hier auch an die Neuling in dieser Branche denkt und sie auf ihrem Level abholt. Ein Marketing-Experte würde jetzt sagen: zielgruppengerecht. Zwischenfazit für den Xovi-Contest: dieser Workshop wäre wohl kaum für einem der Teilnehmer eine echte Bereicherung gewesen.

Der rote Faden aus der Linkabstrafung

backlink-disavow-tool-von-googleSpannendes und sehr heikles Thema: Backlinks und Linkbuilding. Nicht wenige Administratoren haben schon einmal erlebt, wie eine gut rankende Seite mit tollen Keywords plötzlich massiv an Sichtbarkeit verliert und den Google-Ranking-Keller verschwindet. Die Ursachen hierfür könnten kaum vielfältiger sein. Aber eines haben viele Seiten gemeinsam: ein künstliches Linkbuilding. Aber was bedeutet das? Kurz erklärt: ein Seitenbetreiber erzeugt Backlinks, indem er andere Leute bezahlt, einen Link in deren Seite zur eigenen Website zu setzen. Warum macht man das? Fast ausschließlich für Google – der User spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Früher galt: desto mehr Backlinks auf deine Seite zeigen, desto relevanter bist du für Google und desto besser logischerweise auch dein Ranking. Das Problem für jeden SEO: Google verändert sich. Ständig wird die Art und Weise geändert, mit dem eine Website für das Ranking bewertet wird. Dazu gehört eben auch, dass Google mit der Zeit dazulernt, Lücken schließt und Fehler im Suchalgorithmus behebt. Die Tatsache, dass viele Links auf deine Seite zeigen, ist immer noch wichtig. Allerdings müssen diese auch echt, sprich natürlich gesetzt sein. Man könnte auch sagen: ein Backlink muss freiwillig entstehen. Zumindest ist das der Wunsch von Google und mit ein Grund dafür, warum die Suchmaschinenbetreiber nun massiv Internetseiten abstraft, die in der Vergangenheit künstlich Backlinks erzeugt haben. Aus diesem Grund zittern nun viele Seitenbetreiber, dass auch sie negativ bewertet werden könnten. Und ihre Angst ist berechtigt: einige Websites sind regelrecht an den Fehler der Vergangenheit „gestorben“ und wurden aus dem Google-Index verbannt. Dieser Workshop auf der SEMSEO sollte einige Möglichkeiten und Wege aufzeigen, wie ein Administrator vorgehen kann, um künstliche Backlinks wieder abzubauen. Denn nur so kann man sich effektiv vor einer Abstrafung von Google schützen, bzw. die Suchmaschinen nach einer Penalty wieder milde stimmen. Es wurde unter anderem ausführlich erklärt, welche Schritte einzuhalten sind und wie man das disavow-Tool in den Webmaster-Tools nutzen kann. Ich konnte zwar einiges neues lernen, aber ehrlich gesagt fand ich den Vortrag relativ schnarchig. Der Referent hatte sicherlich fachlich eine gute Expertise vorzuweisen, war aber kein guter Rhetoriker. Zwischenfazit für die Xovilichter da draußen: da der Contest von Mai bis Juli nur 80 Tage geht, muss man sich um eine Abstrafung von Google wahrscheinlich keine Sorgen machen. Jetzt aber wie verrückt Backlinks zu erzeugen, sollte man trotzdem vermeiden. Denn es gibt auch noch ein Leben nach der Keyword-Challenge und wenn man, so wie ich, eine Website betreibt, die man nicht verbrennen will, sollte man sich eher auf Whitehat-Methoden konzentrieren.

Linkmarketing

Der eine Vortrag erklärt den Weg raus, der andere der anderen den Weg rein. Denn beim Linkmarketing ging es vorwiegend darum, welche Links gut und welche böse sind. Jeder der sich mit dem Thema SEO beschäftig weiß eben, dass Backlinks nach wie vor sehr wichtig sind – zumindest für Google. Ich habe hier beispielsweise gelernt, dass die russische Suchmaschine Yandex einen anderen Weg geht und Backlinks nicht mehr als Ranking-Faktor sieht. Und auch Google denkt bereits über eine Abwertung dieses Faktors nach, um einen größeren Schwerpunkt auf Content zu legen. Was beim Workshop „Linkmarketing“ als Vortrag begann, steigert sich eher in eine teilweise hitzige Diskussion. Denn nicht alles, was sich Google wünscht und allgemein als Whitehat-SEO bezeichnet wird, hilft auch tatsächlich. Viele Teilnehmer aus diesem Workshop berichteten nämlich genau vom Gegenteil: während sie „sauber“ blieben und fleißig an ehrlichem Content arbeiteten, betrieben ihre direkten Konkurrent Schindluder und ranken mit Blackhat-Methoden (wie z.B. künstliches Linkbuilding) genauso gut oder besser. Genau DAS ist eben das aktuelle Problem vieler SEOs: keiner will von Google abgestraft werden aber möchte genauso wenig, dass seine Konkurrent durch „böse“ Taktiken einen Vorteil haben. Was bei einer Xovilichter-Challenge nur ein „Spaß“ ist, bedeutet beispielsweise für Shopbetreiber und Buchungsportale eine reale Gefahr um ihre Existenz. Ich habe in diesem Workshop Leute kennengelernt, die genau diese Problem haben und selbst die Experten der SEMSEO konnten keine allgemeingültige Lösung dafür bieten. Für die Xovilichter-Challenge sind Backlinks zwar wichtig, aber aufgrund der Kürze der Zeit, werden Links von anderen Seiten erst nach der Preisverleihung im Juli ihre volle Wirkung erzielen – negativ wie positiv.

Usability

xovilichter-pagespeed-analyse-nutzererfahrungAn diesem Workshop hätte ich sehr gern teilgenommen. Allerdings war ich hier bei einem anderen Vortrag und musste das spannende Thema Usability leider auslassen. Interessanterweise habe ich die Referentin (Anja Weitemeyer von eResult) beim Mittagsbuffet kennengelernt und natürlich gleich die Visitenkarten ausgetauscht. Denn die Agentur eResult, für die Anja tätig ist, sitzt ebenfalls in Hamburg und macht daher eine mögliche Zusammenarbeit einfach. Zudem beschäftigt mich dieses Thema als Designer natürlich sehr und Google achtet auch immer mehr darauf, dass die User Experience einer Website funktioniert und optimal ist. Viele SEOs unterschätzen eben immer noch den Faktor Mensch und dessen Erfahrung auf einer Website. Dass aber Google ein immer stärken Fokus auf eine gut bedienbare Website legt, sieht man auch in der Pagespeed-Analyse von Google. Dort wird neben einer guten Performance auch ein großes Augenmerk auf eine tolle Nutzererfahrung gelegt. Das war übrigens mit ein Grund, warum ich mich für WordPress und das TwentyThirteen Template entschieden habe: es ist clean, schlank, performant und vor allem auch responsive. Alles wichtige SEO-Faktoren, die zu einem guten Ranking verhelfen können. Daher mein Zwischenfazit für alle Xovilichter: achtet neben Content auch auf einen gute Bedienbarkeit eurer Seiten. Google wird es euch danken.

Hosting & Performance

Leider kann ich wenig zu diesem Workshop sagen. Ich habe nur gehört, dass er für echte IT-Profis keine neue Infos aufgezeigt hat. Allerdings kann ich allen Contest-Teilnehmern der SEO-Challenge nur empfehlen, auf ihre Onsite-Performance zu achten. Schnelle Ladezeit sind ein Ranking-Faktor und auch der Provider spielt eine Rolle. Sind auf dem gleichen Server beispielsweise unseriöse IP-Nachbarn die Spam-Aktionen betrieben, kann dies ebenfalls einen negativen Effekt für die eigene Website bringen, auch wenn man selbst sauber ist.

Affiliate Marketing

Gleich vorweg: Affiliate hat nichts mit dem SEO-Wettbewerb zu tun. Es ist ein spannendes Thema, dem ich selbst nicht abgeneigt bin, bzw. was ich selbst betreibe, allerdings hat man davon keinen Einfluss auf das Google-Ranking für ein bestimmtes Keyword. Trotzdem kurz erklärt: ein Affiliate betreibt eine Website, die ein bestimmtes Produkt beschreibt. Zum Beispiel geht es um einen Blog, der Tablets und Smartphones testet und vergleicht. Meist steckt hier auch ein SEO hinter. Denn eine Affiliat-Website lebt von viel Traffic. Sollte nämlich ein Nutzer auf einen Produktlink im Blog klicken, wird er zu einem Onlineshop weitergeleitet, der z.B. genau dieses getestete Tablet oder Smartphone anbietet. Es wird im Hintergrund ein Cookie gesetzt, wodurch der Shopbetreiber weiß, dass der potenzielle Kunde von einem Affiliate kam. Sollte dieser Kunde nun tatsächlich das Tablet auch kaufen, so wird der Affiliate prozentual am Einkauf beteiligt. Ein spannendes Thema, aber eben keins, was im direkten Kontext von SEO steht.

Workshop: Steigerung der lokalen Reichweite im digitalen Zeitalter

xovilichter-bei-google-mapsAuch an diesem Vortrag konnte ich leider nicht teilnehmen, da ich in einem anderen Seminarraum auf der SEMSEO unterwegs war. Aber eins steht fest: beim SEO dreht sich alles um Reichweit und Sichtbarkeit. Ich schätze einmal, dass „lokale Reichweite“ hier den regionalen Bezug meint. Also im Prinzip „Local SEO“ bedeute – sprich, wie schaffe ich es, dass Suchanfragen auch direkt zu meinem lokalen Geschäft führen. Eigentlich möchte man meinen, dass dies für die Xovilichter-Challenge unbedeutend ist, denn es geht ja ausschließlich um ein „Online-Angebot“. Tatsächlich haben aber einige clevere SEOs im Contest auch den lokalen Bezug ins Auge gefasst. Mein Zwischenfazit für den Wettbewerb ist aber, dass man es mit „local SEO“ nicht wirklich weit bringen wird (z.B: Xovilichter bei Google-Maps), um zu gewinnen. Für echte Geschäfte ist aber zum Beispiel Google Maps und Google Local ein wichtiges Thema und wird in Zukunft immer wichtiger werden. Dieses Aspekt und Ranking-Faktor hier ausführlich zu erklären, würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Workshop: E-Commerce SEO

Als E-Commerce-Spezialist weiß ich aus Erfahrung, welchen Einfluss SEO auf das eigene Business hat. Fast alle Onlineshops speziell in Deutschland hängen an der Nabelschnur von Google und sind von guten Rankings abhängig. Es gibt im kommerziellen Bereich zwar einige Besonderheiten (z.B. Google Shopping, Produktbewertungen etc.), aber für den Xovilichter-Contest spielt dieses Thema keine übergeordnete Rolle, auch wenn sich einige Teilnehmer mit Shopping-Modulen an die Spitzen kämpfen wollen. Die Idee finde ich ziemlich cool, aber ob es klappt, wage ich zu bezweifeln. Allen echten Shopbetreibern kann man nur empfehlen, sich an die Spielregeln von Google peinlich genau zu halten. Denn eine Abstrafung kann massive Folgen für den Absatz haben und sogar zum Tod des eigenen Shops führen. Es empfiehlt sich hier unbedingt, professionellen Rat einzuholen, um keine kapitalen SEO-Fehler zu machen.

Inbound Marketing

Broschueren-SelfmailerAn diesem Workshop konnte ich leider auch nicht teilnehmen und kann daher nur bedingt etwas über die Qualität der Inhalte sagen. Hier nur kurz die Erklärung, was Inbound Marketing bedeutet: ganz einfach gesagt, geht es mal wieder um die Sichtbarkeit, bzw. Auffindbarkeit der eigenen Produkte und Seiteninhalte. Im Prinzip ist es ein klassisches SEO-Thema, denn es geht darum, dass potenzielle Kunden selbstständig (z.B. durch Recherche im Internet) auf die eigenen Produkte aufmerksam werden. Mit „Produkten“ ist dabei nicht nur Hartware gemeint, sondern es umfasst auch Dienstleistungen, Reisen und vieles mehr. Eine beliebte Methode zur viralen Verbreitung von Produkten sind z.B. Whitepaper, E-Books und Video-Tutorials. Auch einige Xovilichter Teilnehmer bedienen sich dieser Methode und haben bereits verschiedene PDFs angefertigt, die man kostenlose runterladen kann. Daher halte ich das Inbound Markting für absolut relevant für unsere kleine SEO-Challenge. Das Gegenteil ist übrigens das Outbound-Marketing. Hier werden beispielsweise Selfmailer, also Postwurfsendungen und Borschüren, erstellt, die dann auf dem Postweg zu den Kunden und Interessenten geschickt werden. Gerade im digitalen Zeitalter noch immer eine effektive und lohnende Werbemethode.

PPC – Pay per Click

Im Advertising-Geschäft gibt es zwei Seiten: die Publisher und die Advertiser. Die ersten sind Seitenbetreiber, die Werbung auf ihrer Website schalten (z.B. mit Google Adsense) und mit jedem ausgeführten Click auf den Werbelink oder Banner einen gewissen Cent Betrag erhalten. Diese Seite nennt man EPC = Earn Per Click (Verdienst pro Click). PPC (Pay Per Click) oder CPC (Cost Per Click) beschreibt daher die Seite der Advertiser, also Seitenbetreiber, die Dienste wie Google Adwords Nutzen. Dort können sie mit einem Gebot auf bestimmtes Keyword das Werbenetzwerk von Google nutzen. Im Prinzip ist das die Haupteinnahmequelle von Google. Eine witzige Anekdote dazu: in der Autobiografie von Jeff Bezos, dem Amazon Gründer und CEO, wird davon berichtet, dass Bezos in der Entstehungsphase von Google kräftig investiert hat. Damals haben die beiden Gründer Larry Page uns Sergej Brin noch absolut überzeugt behauptet, sie werden zu keiner Zeit jemals Werbung auf Google schaltet. So viel zu dem Thema. Für den Xovilichter-Wettbewerb sind Werbeanzeigen allerdings kein Mittel, denn dies schließt Xovi in seinen AGBs klar aus.

Online Marketing Recht

Mal ehrlich: wer von uns SEOs macht sich wirklich ernsthafte Gedanke um das Thema Onlinerecht? Leider viel zu wenige. Denn was ich dort vom Referenten und Anwalt Dr. Martin Bahr gelernt habe, war erschreckend wie wachrüttelnd zu gleich. Denn viele SEO-Agentur aber auch deren Kunden scheinen sich noch nie richtig mit den rechtlichen Konsequenzen auseinandergesetzt zu haben, die eine Optimierungsarbeit nach sich ziehen kann. Das Thema „Online Marketing Recht“ ist zwar äußerst wichtig, aber nicht unbedingt relevant für uns Xovilichter. Daher gehe ich an dieser Stelle nicht tiefer darauf ein. Grundsätzlich kann ich nur sagen, dass es ein sehr spannendes Thema ist, dass vom Referenten interessant und lehrreich aufgearbeitet wurde. Seine Visitenkarte werde ich mir auf jeden Fall gut aufbewahren!

Online-Reputation-Management

xovilichter-online-reputation-monitoringAn diesem Workshop habe ich nicht teilgenommen. Interessant ist es dennoch, denn es umschreibt im Prinzip die Reputation einer Person, Marke oder Firma, die in den digitalen Medien auftaucht. Gerade die Autofill-Funktion von Google hat hier in letzter Zeit für viel Furore gesorgt – bestes Beispiel ist Bettina Wulf, die gegen Google vor Gericht zog und gewann. Mehr Infos findet ihr natürlich bei Google selbst 😉 Es gibt mittlerweile gute Tools und Services, die die eigene Reputation im Netz überwachen und einen warnen können, wenn ein Shitstorm droht oder bereits beginnt. Auch Google bietet mit seinem Alert Dienst Möglichkeiten des Monitorings. Ein anderer Anbieter ist hier alert.io (früher „Mention“). Für den Xovilichter-Wettbewerb haben Online-Reputationen aufgrund der begrenzten Zeit keine wirkliche Relevanz.

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Google Alerts zum Monitoring von Keywords

Tracking & Webanalsyse

marco-hornung-semseo-2014Auch hier ein Wort vorweg: „Tracking und Webanalyse“ war für mich der beste Workshop auf der SEMSEO 2014. Der Referent und Analyse-Experte Marco Hornung hat einem eher nüchternem Thema Leben eingehaucht und einen optisch wie inhaltlich perfekten Vortrag abgeliefert. Es hat echten Spaß gemacht, Marco zuzuhören und man merkte bei jeder gezeigt Folie, dass er mit beiden Füßen direkt in diesem Thema steht und ein echter Experte ist. Dieser Workshop hat für mich einen echten Mehrwert gehabt, weil er wichtig Einblicke in kommende Entwicklungen von Google Analytics aufgezeigt hat. In den zwei Stunden seines Vortrags habe ich viel über die Komplexität von Analytics gelernt, die ich in Zukunft für Projekte noch brauchen werde. Für die Keyword-Challenge war das Thema allerdings nicht unbedingt relevant. Ich habe zwar auch in Analytics eine Kampage zur Überwachung vom Keyword „Xovilichter“ eingerichtet, aber bei einem erfundenen Fantasiebegriff kann man hier nur wenige hilfreiche Erkenntnisse gewinne.

Social Media

xovilichter-bei-facebookBeim Social-Media-Vortrag war ich leider nicht dabei. Da ich allerdings einige Jahre im als Art Director für einen großen Onlineshop gearbeitet habe, konnte ich bereits viel über Social Media lernen. So war ich beispielsweise für einen Facebook-Account mitverantwortlich, der weit über 140.000 Fans hatte. Insofern gehe ich davon aus, dass ich in diesem Workshop auf der SEMSEO nicht sehr viel Neues gelernt hätte. Außerdem ist die Social Visibility in Bezug auf das Google-Ranking noch sehr umstritten. Es gibt derzeit (Stand Mai 2014) schlicht keinen nachweisbaren Effekt von dem Einfluss von Social-Links oder Shares. Auch Matt Cutts hat sich dazu nicht hundertprozentig festgelegt. Allerdings sind einige Teilnehmer in den sozialen Netzwerken unterwegs, die speziell für den Xovilichter Wettbewerb einen Facebook-, Twitter oder YouTube-Account mit diesem Keyword registriert haben.

Content Marketing

content-marketing-vortrag-semseo-2014Da das Thema „Content Marketing“ gleich zwei Mal auf der SEMSEO 2014 vertreten war, kann man sich denken, welchen Stellenwert auch die Abakus Agentur dem einräumt. In diesem Vortrag von Nils Dreyer und Dr. Jens Claussen ging es allerdings um das professionelle Texten von SEO-Texten, die nach WDF-IDF-Basis geschrieben werden. Die beiden habe hier eine Formel vorgestellt, mit der sie den nachhaltigen Effekt und Gewinn eines professionellen Werbetextes präsentiert haben. Als Beispiel wurde hier ein Werbetext für den Skoda Superb auf mobile.de gezeigt, der das Google Ranking für dieses Auto tatsächlich nachhaltig um einen Platz verbessert hat. Allerdings kostet ein solcher Service richtig Asche: 1500 Profi-Worte inklusive Recherche und Analyse schlugen mit 750 Euro zu Buche. Zwar konnte mobile.de hier mit einem WDF-IDF-optimierten Text nachhaltig auf Platz 1 im Ranking rutschen, es wurde aber nichts über die SEO-Arbeit gesagt, die neben dem Text umgesetzt wurden (URL, Bilder, Links, Performance). Ich für meinen Teil bin sehr skeptisch, ob sich eine solche hohe Investition wirklich rechnet – und da war ich nicht der einzige im Konferenzsaal des Dormero Hotels. Fakt aber ist, dass Keyword-relevante Texte einen großen Einfluß auf auf die Xovilichter-Challenge haben werden.

SEO Klinik

seo-klinik-semseo-2014Das Beste kommt zum Schluss. Das passte auch für die SEMSEO 2014 in Hannover. Denn auf bei der SEO-Klinik gaben vier Experten noch einmal richtig Gas. Drei Freiwillige durften ihre Website nennen und das Experten-Team analysierte live, woran die Seite krankte oder was falsch läuft. Klingt erst einmal unspektakulär, ich weiß. Aber ganz ehrlich: das Gegenteil war der Fall. Für einen SEO wie mich war es spannender als jeder Thriller und nicht weniger beeindruckend. Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Geschwindigkeit, mit der die SEO-Profis eine Seite auf ihre gröbsten Fehler untersucht und analysiert hatten. Natürlich wurde hier auch das Abakus eigene Tool „SEO Diver“ benutzt. Aber auch die simple Google-Suche und ein kleiner Technik-Check und Blick in den HTML-Code der Website haben schnell einige Fehler aufgezeigt. Ob falsche oder fehlende Canonical-Tags, NoIndex-Probleme, Duplicate Content oder Performance-Lücken: in nur wenigen Minuten waren die gröbsten Fehler gefunden. Ein tolles Spektakel für Google-Freaks wie mich und ein toller Abschluss einer gelungenen Veranstaltung.

Kaffee und Kuchen mit Karl Kratz

karl-kratz-semseo-2014„Na war ist denn das, den kenn ich doch!“ Das dachte ich mir, als ich mit meiner Kaffeetasse in der Lobby vom Dormero Hotel gerade in ein Fachgespräch mit anderen Experten vertieft war. Denn plötzlich gesellte sich ein Zweimeter-Riese an unseren Tisch, dessen Gesicht ich gerade noch auf der Bühne als Redner gesehen hatte: der große Karl Kratz leistete uns mit Kaffee und Kuchen Gesellschaft. Was für ein Erlebnis für einen kleinen SEO wie mich, der den Blog von Karl regelmäßig liest und von ihm bereits schon viel über Suchmaschinenoptimierung lernen konnte. Nebenbei erzählte Karl auch eine kleine Geschichte, wie er zu seinem Logo gekommen ist, dass Martin Missfeldt (ebenfalls SEO-Experte) für ihn zeichnete. Solche kleinen Randgespräche machen einen Fachkongress dann wirklich zum Erlebnis.

Fazit von 2 Tagen SEO und SEM Dröhnung

Jetzt ist der Artikel über die SEMSEO 2014 in Hannover doch länger geworden als erwartet und ich hätte noch einiges mehr zu sagen. Tatsächlich aber nehme ich viele neue Erkenntnisse und Ideen mit nach Hause. Ich habe tolle Leute kennengelernt, Kontakte geknüpft und einiges gelernt. Die Veranstaltung hat sich also wirklich für mich gelohnt und ich werde sehr wahrscheinlich nächstes Jahr wieder teilnehmen, so ich Zeit habe. Allerdings geht es nicht ohne Kritik: an einigen Stellen wurden wichtige Themen zu oberflächlich behandelt und waren manchmal ein bisschen schwammig. Das ist aber auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, dass eben keiner von uns SEOs Google wirklich kennt, bzw. seinen Suchalgorithmus bis ins Detail versteht. Und manchmal hatten einige Workshops ein ziemlich starken Verkaufscharakter für bestimmt Tools, Agenturen oder Dienstleistung. Der Vergleich mit einer Butterfahrt wäre jetzt zu hart und nicht gerechtfertigt, aber manchmal ist eben weniger mehr. Das wäre meine Kritik und Anregung an Abakus für die nächste SEMSEO. Und trotzdem: die Veranstaltung war toll und ich kann sie jedem SEO und Google-Interessierten nur empfehlen.

Summary
Review SEMSEO 2014 in Hannover
Title
Review SEMSEO 2014 in Hannover
Description

Heute ist der 10. Tag in der Xovilichter-Keyword-Challenge 2014 und ich habe mir als Drehort für mein neues Video die Binnenalster mit den Blick auf Hamburgs Innenstadt ausgesucht. Außerdem gebe ich euch ein kleines Review zur SEMSEO in Hannover.

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