YouTube Marketing


YouTube ist längst mehr als nur eine reine Videoplattform. Im Gegensatz zu seinen (damaligen) Konkurrenten Clipfish oder MyVideo hat es YouTube geschafft, auch einen Community-Ansatz durchzusetzen. Aber was macht YouTube soviel anders?

YouTube als soziales Netzwerk verstehen

Wenn man Social Media hört, denkt man in erster Linie an Facebook oder Google +, vielleicht noch an XING. Aber die wenigsten bringen es in Verbindung mit YouTube. Tatsache aber ist, dass nur derjenige sich hier erfolgreich vermarkten kann, der diese Plattform auch richtig versteht. Dazu gehört u.a. auch, die Interaktion der User auf YouTube zu verstehen. Ein Beispiel: Facebook-Seiten haben ihre Fans, Twitter-Accounts und Goolge+ Seiten ihre Follower. Und YouTube? Ein Blick nach rechts oben in einem Kanal gibt die Antwort: das entscheidende hier sind die Abonnenten. Anders als bei anderen sozialen Netzwerken sagen diese zwar nichts unmittelbar über die Größe des Werbebudgets oder Popularität des Users aus, aber sie geben einen gutes Indiz darüber, das andere YouTuber in diesem Kanal deutlich aktiver sind. Im Vordergrund steht wie bei fast allen Social-Media-Diensten, die Kommunikation mit anderen Benutzern. Ähnlich wie auf Facebook kann ich hier ein Video „liken“ oder „disliken“ und genauso kommentieren. Auch Kommentaren kann ich bewerten. Zwar findet das nicht im gleichen Umfang wie auf Facebook statt, aber dennoch ist das Kommentieren und Bewerten auf YouTube ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil dieser Plattform.

YouTube ist Google

Was viele immer noch nicht wissen: YouTube ist ein 100%tiges Google-Unternehmen. Bereits ein Jahr nach Gründung (anno 2005) der Videoplattform wird YouTube für stolze 1,3 Milliarden Dollar an den Suchmaschinen-Anbieter verkauft. Seit diesem Zeitpunkt sind beide Dienste, also Such- und Videodienst, sehr eng miteinander verknüpft. Da wundert es auch nicht, dass in den Google Suchergebnissen immer wieder und verstärkt neben Textlinks auch YouTube-Videos auftauchen. Und spätestens nach dem Start von Google+ ist die Videoplattform voll integriert. Denn hier ist das posten und verknüpfen von YouTube-Videos ein festes Bestandteil.

SEO auf YouTube

Viele bekannte Tricks und Richtlinien für die Suchmaschinenoptimierung gelten auch und gerade bei Videos auf YouTube. Ein weiterer Fakt, den viele nicht wissen: YouTube ist direkt nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Viele Unternehmen stecken mittlerweile eine beachtliche Anstrengung in die Optimierung ihrer Websites, um in der Google-Suche möglichst gut dazustehen. Aber YouTube haben die wenigsten für sich entdeckt. Die Floskel, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, stimmt fast immer. Und was sagt ein Video? Na mehr als tausend Bilder. Nicht ganz, aber die Richtung stimmt: mit einem gutgemachten Video kann man unglaublich viel Aufmerksamkeit für die eigenen Produkte, Dienste oder Websites schaffen. Es reicht jedoch nicht aus, einfach nur ein Video direkt von der Webcam hochzuladen. Viele YouTuber erwarten mittlerweile Qualität: die Aufnahme sollte möglichst gut ausgeleuchtet, die Auflösung in HD und der Ton klar und deutlich sein. Das ist nur die Grundlage – jetzt kommt SEO ins Spiel: der Dateiname des Clips, der Titel, die Beschreibung und die Tags sind ebenso wichtig, damit das Video auch gefunden wird. Im Prinzip gelten hier die gleichen Regeln, wie beim Bilder-SEO. Denn neben der Google-Bildersuche gibt es natürlich auch den Video-Reiter und die Option, mit dem eigenen Video in den Serps angezeigt zu werden. Dafür sollten man sich aber strikt an die SEO-Grundlagen halten. Diese gelten allerdings hier nur ergänzend. Denn ob ein Video angezeigt wird oder nicht, hängt auch von der Popularität des Clips ab; also wie oft wurde dieser von anderen User bereits angeschaut.

Werbung auf YouTube

Die meisten haben sie schon gesehen und sich daran gewöhnt: Werbeanzeigen auf YouTube. Diese gibt es in verschiedenster Form: als Banner, Textlinks oder kleinen Clips vor den eigentlichen Videos. YouTube ist noch ein junges Portal und vieles steckt noch immer in den Kinderschuhen. Dazu gehört auch die Selbstvermarktung mit Werbung. Dennoch ist ein Trend deutlich erkennbar: Google will mit YouTube Geld verdienen. Dazu werden Werbeflächen verkauft, die in den Kanälen und Videos der User angezeigt werden. YouTube teilt seinen Ertrag: in der Regel bekommen die Nutzer ein paar Cent pro Klick auf die Anzeigen – und ein paar Cent gehen natürlich an YouTube. Eine wichtige Rolle für die Integration der Werbung spielt dabei der Google-Dienst Adsense. Denn die Grafiken und Textinfos hängen davon ab, welche Websites man vorher besucht hat. Selbst die Instream-Werbung, also die Videos vor den Videos, werden über das Remarketing von Google gesteuert. Neben den Richtlinien für die eigenen Videos ist auch das Thema „Werbung auf YouTube“ also ein sehr komplexes und wichtiges Feld.

Alternativen zu YouTube

Wie in allen Bereichen gibt es natürlich auch andere Optionen, die eigenen Videos hochzuladen. Die wichtigsten drei sind Clipfish, MyVideo und Vimeo. Alle 3 haben eins gemeinsam: sie sind eigentlich keine wirkliche Konkurrenz für YouTube. Dennoch kann man sagen, das gerade Vimeo in der Kreativszene deutlich beliebter ist als YouTube. Zugegeben, es ist nur eine Nische im Netz. Dennoch hat Vimeo dem großen Konkurrenten eines Voraus: Qualität der Videos. Denn auf YouTube lädt mittlerweile jeder Hinz und Kunz seine Videos hoch – oft in nur mäßiger Qualität und sehr oft mit fragwürdigem Inhalt. Die kommerziellen, bzw. professionellen Clips werden direkt daneben angezeigt und konkurrieren mit den Amateurvideos. Auf Vimeo hingegen findet man überwiegend sehr kreative und hochwertige Inhalte und gute technische Umsetzungen. Zudem sind auch die Vimeo-Videos Google-relevant. Denn auch diese Clips werden in den Google-Suchergebnissen angezeigt. Man sollte sich also die Frage stellen: will ich ausschließlich Qualität statt Quantität oder suche ich ein bisschen von beidem?

Erfolgreich auf YouTube

Viele Faktoren sind wichtig, wenn man sich erfolgreich auf YouTube vermarkten möchte. Aber dennoch entscheiden letztendlich die User darüber, ob sie eine Clip mögen und weiterempfehlen und teilen. Grundsätzlich sind 3 Faktoren entscheidend für den Erfolg auf YouTube: 1. Originalität des Videos – 2. Qualität der Aufnahme – 3. SEO-Regeln für das Veröffentlichen der Videos einhalten. Dies ist jedoch nur die Theorie und bildet einzig und allein die Grundlage für den Erfolg. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, das YouTube und seine User irgendwie anders tickt und schwer einzuschätzen sind. Man sollte sich also Zeit nehmen und genau verstehen, welche Videos und welche Kommunikation auf YouTube für das eigenen Unternehmen und die Branche ankommt. Sie brauchen Tipps oder Unterstützung für die eigene YouTube Vermarktung? Ich berate Sie gern.